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Beethovenallee: Kranke Bäume müssen weg

Nächste Woche beginnen die Arbeiten zur Aufhübschung an der Wallanlage. Dabei wird auch die Grünanlage neu gestaltet.

Von Thomas Riemer
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Stammrisse und Pilzbefall sind wesentliche Gründe, warum auf der Beethovenallee Bäume gefällt werden sollen.
Stammrisse und Pilzbefall sind wesentliche Gründe, warum auf der Beethovenallee Bäume gefällt werden sollen. © Kristin Richter

Großenhain. Es geht los zwischen der Kreuzung Dresdner und Meißner Straße entlang der Beethovenallee. Der siebente Bauabschnitt zur Sanierung der Wallanlage ist beschlossene Sache - und kommende Woche beginnen nun aller Voraussicht nach die Arbeiten in der Grünanlage Beethovenallee. So wie schon am vorhergehenden Bauabschnitt Weberallee praktiziert, ist ein wesentliches Ziel der Maßnahmen unter anderem, eine neue Allee aus gesunden Straßenbäumen zu gestalten.

Doch das ist zunächst mit einem eher "schmerzhaften" Einschnitt verbunden. Denn bereits 1988 wurde an der Beethovenallee eine Reihe Spitz-Ahorn zur Komplettierung der Ringpromenade gepflanzt. Leider ist ein Großteil dieser Bäume Stück für Stück wieder eingegangen. Grund dafür war nach Angaben der Großenhainer Stadtverwaltung ein Leitungsschaden an der Gasleitung, der die Bäume absterben ließ. Die letzten „Überlebenden“ dieser Ahornallee sind ebenfalls in einem schlechten Vitalitätszustand, von Stammrissen und Pilzbefall gekennzeichnet und wachsen kaum noch weiter.

Deshalb beginnt nun zunächst eine Fällaktion. Um neue Baumstandorte mit Bodenaustausch und Baumbewässerung vorbereiten zu können, müssen zunächst die verbliebenen neun Straßenbäume gefällt werden. Zusätzlich werden am Rand der Stadtmauer einige wilde Robinien, ein weiterer Spitz-Ahorn und zwei Feld-Ulmen, die ebenfalls durch Pilzbefall und Krankheiten gezeichnet sind, entfernt. Anschließend wird die Grünanlage neu gestaltet.

Der komplette Umfang der Neugestaltung ist vergleichsweise groß. Geschaffen werden soll ein begleitender Grünstreifen mit Baumpflanzungen in Doppelreihe. Der bisherige kleine Spielplatz wird ebenso erneuert wie die Straßenbeleuchtung. Für die Bewässerung der Bäume wird ein extra System geschaffen. Vereinzelt sind Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer geplant.

Die Umgestaltungsarbeiten sollen im April des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei knapp 950.000 Euro, von denen voraussichtlich 80 Prozent aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert werden.

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