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Großenhain: Das ist der neue Chef im Alberttreff

Dirk Haubold tritt in die Fußstapfen von Uwe Naumann. Eine große Option. Doch er freut sich auf seinen neuen Job.

Von Thomas Riemer
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Dirk Haubold ist seit Jahresbeginn neuer Chef im SKZ Alberttreff in Großenhain.
Dirk Haubold ist seit Jahresbeginn neuer Chef im SKZ Alberttreff in Großenhain. © Foto: SKZ

Großenhain. Der Start könnte komplizierter kaum sein. Dirk Haubold übernahm mit Jahresbeginn einen Job, der momentan eher an ein "Himmelfahrtskommando" erinnert. Denn: Noch bis zum 14. Januar lässt die Sächsische Corona-Notfallverordnung in seiner Branche nicht viel zu. Im Soziokulturellen Zentrum (SKZ) Alberttreff dürfen bis dahin nur Angebote für Kids bis 16 Jahren unterbreitet werden. Deshalb finden die Tanzgruppen der Musikschule, der Malkurs "Mischpalette" sowie das "Lego- & Minecraft-Projekt" wie gewohnt statt.

Alle anderen Veranstaltungen und Kurse im Haus werden bis dahin ausgesetzt. "Aber wir bereiten und organisieren alles so vor, dass wir gemeinsam wieder starten können", hat Dirk Haubold vor ein paar Tagen bei Facebook erklärt.

Auch erste Veranstaltungen hat er bereits angekündigt, sofern es Corona und die damit verbundenen Regeln zulassen.

Sendeleiter, Sozialarbeiter, Kulturmanager

Haubold ist seit Jahresbeginn der neue Chef im SKZ Alberttreff. Der 54-jährige Riesaer hat die Nachfolge von Uwe Naumann angetreten, der nach mehr als 30 Jahren im Dezember in den verdienten Ruhestand gewechselt ist. Gemeinsam mit Kerstin Labitzke plant und organisiert Dirk Haubold nun alle Angebote und Veranstaltungen des beliebten Kultur- und Freizeittreffs am Marstall 1.

Der Diplom-Sozialarbeiter, der sich selbst als vielseitigen und begeisterten Kulturkonsumenten beschreibt, kann in seiner Arbeit auf ein breites Netzwerk zurückgreifen und ist in der sächsischen Soziokultur kein Unbekannter. In Riesa war Dirk Haubold unter anderem Sendeleiter von Riesa TV und Geschäftsführer des Kulturwerkes Riesa e. V. Nach Stationen als Projektleiter, Sozialarbeiter und Kulturmanager, unter anderem in Dresden, Wilhelmshaven, Annaberg-Buchholz und Zwickau führen ihn seine neuen Aufgaben nun wieder zurück in die Region.

„Ich freue mich darauf, wieder in einem Haus arbeiten zu dürfen, bei dem die eigene kreative Betätigung der Nutzerinnen und Nutzer im Vordergrund steht. Natürlich wird es auch die eine oder andere Veranstaltung für die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher als konsumierende Kulturgäste geben oder eine Mischung aus beidem.

Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, das Rudelsingen auch in Großenhain zu etablieren. Dies ist eine aktive Mitsingveranstaltung, bei der die Musiker auf der Bühne das Publikum im Saal zum Chor machen“, umreißt Dirk Haubold erste Ideen.

Das Soziokulturelle Zentrum Alberttreff steht unter Trägerschaft der Stadtverwaltung Großenhain. Ziel ist es, eine breite Palette an Angeboten möglichst vielen Menschen generationsübergreifend zugängig zu machen. Hauptakteure sind dabei Amateure aller Genres. Gegründet wurde das Soziokulturelle Zentrum Alberttreff 1997.