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Wo jetzt die Gänsetaxis unterwegs sind

Martinstag ohne köstlichen Braten? Muss nicht sein, sind sich die Gastronomen in Großenhain einig und bieten einen kulinarischen Shuttleservice an.

Der Koch im Restaurant Kupferberg in Großenhain, Fabian Herget, präsentiert eine Martinsgans mit Beilage. Eine Köstlichkeit zum Verspeisen in den eigenen vier Wänden.
Der Koch im Restaurant Kupferberg in Großenhain, Fabian Herget, präsentiert eine Martinsgans mit Beilage. Eine Köstlichkeit zum Verspeisen in den eigenen vier Wänden. © Foto: Norbert Millauer

Großenhain. Vor gut einer Stunde kam die letzte Bestellung rein. Ein frisch gebratenes Federvieh soll es bitteschön sein, dazu Klöße und Rotkraut. Passend zum Martinstag, für ein gemütliches Essen ganz im Kreis der Familie. "Wir können uns wirklich nicht beklagen! Unsere Kundschaft nimmt regen Gebrauch von der Möglichkeit, den leckeren Braten bei uns fix und fertig bestellen zu können", bekennt Kai-Michael-Rippert.

Wie der Inhaber des Großenhainer Hotel und Restaurants Kupferberg verrät, liefe das Geschäft mit der Gans to go bereits seit vergangenem Wochenende auf Hochtouren. Eine komplett zubereitete Gans, dazu eine Flasche Wein, wäre immerhin zum Preis von 70 Euro zu haben. Wer nicht so viele Esser am Tisch sitzen habe, bekäme das Geflügel natürlich gern auch in einzelnen Teilen serviert. Selbstverständlich auch mit anderen Beilagen wie etwa Kartoffeln oder Rosenkohl. 

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Ein Angebot, was es momentan sieben Tage in der Woche gebe, wahlweise im professionellen Wärmebehälter nach Hause geliefert oder zur Abholung auf der Kupferbergstraße bereitstehend. Wer eine Stunde, bevor der große Appetit auf Gans oder auch Ente käme, in der Gaststätte anklingele, habe gute Chancen, die Köstlichkeiten alsbald auf seinem häuslichen Teller bewundern zu können. 

Dass die Not erfinderisch macht, hat schon beim ersten Lockdown im Frühjahr die Wirtin des Gasthofes Zschauitz Kirsten Börner bewiesen. Stammgäste aus Großenhain, den umliegenden Dörfern, aber auch jene aus Dresden, Radebeul, Riesa oder dem Elbe-Elsterkreis machten sich gern auf den Weg, um wenigstens zu Hause beispielsweise die berühmten Riesenschnitzel mit Bratkartoffeln zu genießen.

Da ab November auf der Speisekarte der beliebten Gaststätte üblicherweise sonst auch Gans stehe, zögerte Kirsten Börner nicht lange und ging sofort nach Bekanntwerden der neuerlichen Schließzeit in die Offensive. Jeweils Mittwoch bis Freitag von 11 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr sowie an den Wochenenden ab 11 Uhr dürften sich die Heißhungrigen ihren Traum von Gesottenem und Gebratenem erfüllen. Natürlich auf Vorbestellung, versteht sich. Dann sei, gleich nun, ob Brust oder Keule, alles möglich. Und wer bis jetzt noch kein geräumiges Kochgeschirr hatte, bekäme nun sogar die Chance, eines in seinem Repertoire sein Eigen zu nennen. "Alle, die bei uns eine ganze Gans bestellen, erhalten diese für 70 Euro in einem Bräter inklusive Rotkraut und Klößen", offeriert Kirsten Börner. Eine 4,6 Kilogramm schwere Leckerei, die sich großer Beliebtheit erfreue - so wie das Behältnis auch.

Stundenlanges Werkeln in der heimischen Küche kann getrost auch Dank der fleißigen Helfer in der Mückenschänke wegfallen. Denn wem beim Gedanken an Rotkraut, Klößen und vor allem Gänsebraten der Zahn tropft, darf auch an den kommenden zwei Wochenenden telefonisch bestellen, was Herz und Gaumen begehren. "Wir liefern das Essen aus oder wer möchte, kann es bei uns auch abholen", erklärt Inhaber Thomas Krause. Schon am vergangenen Wochenende hätten die Telefone und Herde gleichermaßen geglüht, so dass am Sonntag tatsächlich alle Gänse ausverkauft gewesen wären. Wer dem Bedürfnis nachgeben wolle, sich mit Speis und Trank etwas Gutes zu tun, könne das in dieser Woche aber selbstverständlich machen. Für Nachschub wäre gesorgt und auch eine Gans nebst Wegbegleitern wie Klößen, Rotkraut, Rosenkohl und einer Flasche Rotwein für 79 Euro warteten auf hungrige Mägen. In diesem Sinne: Wohl bekomms!

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