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Laubacher Tropfen ausgezeichnet

Zehn Weine und Sekte von Schloss Wackerbarth wurden jetzt bei der „AWC Vienna 2020“ geehrt. Darunter auch ein Rotwein aus dem Priestewitzer Ortsteil.

Erstklassige Lage beschert erstklassige Trauben: Mit einem Wein-Oscar wurde jetzt auch der in Laubach angebaute trockene „2018er Blaufränkisch“-Rotwein ausgezeichnet.
Erstklassige Lage beschert erstklassige Trauben: Mit einem Wein-Oscar wurde jetzt auch der in Laubach angebaute trockene „2018er Blaufränkisch“-Rotwein ausgezeichnet. ©  Foto: Kristin Richter

Laubach/Radebeul. Diese Nachrichten muss sich niemand schön trinken: Erst ein paar Wochen ist es her, da erhielt der Laubacher Weinberg seinen historischen Namen "Thonberg" zurück. Nun wurde der dort angebaute 2018er "Blaufränkisch“-Rotwein auf der Austrian Wine Challenge Vienna (AWC Vienna) - in ihrer Eigenschaft als größte Weinmesse sozusagen der Oscar der Wein-Welt - mit einer Silbermedaille prämiert.

Eine große Ehre für die Laubacher und das Staatsweingut Schloss Wackerbarth, das in den Jahren 2011/12 hier 30.000 neue Reben anpflanzte. Auf einer Gesamtfläche von 6,7 Hektar wachsen seitdem Riesling, Spät- und Weißburgunder sowie Blaufränkisch. Und die Reben finden auf der exponierten Südlage und aufgrund des Wärme speichernden Bodens offenbar allerbeste Bedingungen, um zu hervorragenden Sektgrundweinen sowie vollmundigen Spitzenrotweinen heranzureifen. 

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"Wir waren von Anfang an vom besonderen Potenzial des Laubacher Weinbergs überzeugt! Der Boden aus Lösslehm verleiht den Reben hier "warme Füße" - wie wir Winzer sagen. Er kann Wärme und Niederschläge lange speichern und an die Wurzeln abgeben", erklärte Weinbauleiter Till Neumeister kürzlich im SZ-Gespräch.

Bis heute präge ein hoher Anteil des nun seit vergangenem Monat auch namensgebenden Ton den Weinbergsboden. Dank der offenen Lage zirkuliere die Luft auf dem sonnenverwöhnten Hang beständig zwischen den Zeilen und der Wind trockne die Trauben beziehungsweise kühle diese in gewisser Weise ab. Laut Jürgen Aumüller, Chefönologe von Schloss Wackerbarth, besteche der Laubacher Rotwein mit einer tollen Komplexität, Tiefe und Dichte.

Markante Eigenschaften, die zum wiederholten Mal auch die Experten überzeugt haben. Und dabei gilt die „AWC Vienna“ mit ihren strengen Verkostungsrichtlinien und einem unbeeinflussbaren Blindverkostungssystem immerhin als die anspruchsvollste Weinverkostung unter den renommiertesten internationalen Weinwettbewerben. 

Alle Weine, so der Sprecher der Sächsischen Staatsweingut GmbH, Martin Junge, würden von den Experten der Fachjury – bestehend aus nationalen und internationalen Kellermeistern, Weinanalytikern, Sommeliers, Gastronomen, Fachhändler und Fachjournalisten – in Einzelkosterkabinen bewertet. In diesem Jahr freilich unter besonderen Gesundheits- und Hygieneregeln, blind verkostet und nach dem internationalen 100 Punkte Schema benotet. 

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