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Großfeuer über Pirna

Bei einem Großfeuer in Pirna ist am frühen Freitagmorgen ein altes Industriegebäude lichterloh in Flammen aufgegangen.

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© Daniel Förster

Pirna. Bei einem Großfeuer in Pirna auf der Anhöhe zum Sonnenstein ist am frühen Morgen ein altes Industriegebäude lichterloh in Flammen aufgegangen. Das zweistöckige langgezogene massive Haus mit Kopfbau brannte komplett aus.

Flammen über Pirna

Nächtliches Großfeuer über Pirna Der einstiger Turmuhrenbau auf der Anhöhe zum Sonnenstein, ein heute leerstehender Industriebau, ist am frühen Morgen abgebrannt. Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Verletzt wurde niemand.
Nächtliches Großfeuer über Pirna Der einstiger Turmuhrenbau auf der Anhöhe zum Sonnenstein, ein heute leerstehender Industriebau, ist am frühen Morgen abgebrannt. Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer war kurz vor 3 Uhr von Passanten in der Innenstadt bemerkt worden. Der helle Feuerpilz, der durch das dicht bewaldete Areal unweit der Bundesstraße B 172 empor stieg, war bis in die Innenstadt zu sehen. Die Leute riefen die Polizei. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flammen bereits fast das gesamte mehr als 40 Meter lange und bis zu 20 Meter breite Haus erfasst.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an: 29 Feuerwehrleute von der Hauptwache und von den Abteilungen Altstadt, Copitz und Neundorf mit sieben Fahrzeugen, darunter mehreren Löschgruppenfahrzeugen und einer Drehleiter, rückten an. Ihren Einsatz sicherte der Rettungsdienst ab. Die Brandschützer brauchten fast eine Stunde, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten dauern bis nach dem Morgengrauen weiter an.

In dem Gebäude an der Krietzschwitzer Straße, hinter Joe’s Freizeithallen mit Bowling und der Kfz-Werkstatt, hatte viele Jahre der bekannte Turmuhrenbauer Steffen Höppner seine Werkstatt. Der Diplom-Ingenieur und Restaurator hatte dort seinerzeit viele Turmuhrwerke und Ziffernblätter von privaten und öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden der Region, wie Rathäusern oder Kirchen, unter seine Fittiche genommen und wieder in Gang gebracht bzw. aufgearbeitet.

Vor mehr als 15 Jahren hatte es in dem Areal schon einmal einen Großbrand gegeben. Der ging damals auf das Konto eines Feuerteufels. Der hatte damals tagsüber gezündelt. Eine schwarze Rauchsäule war über der Stadt weithin zu sehen. Kriminalisten hatten den Serien-Brandstifter damals nach umfangreichen Ermittlungen überführen können. Auch diesmal ist Brandstiftung sehr wahrscheinlich, so die Polizei. In dem mittlerweile seit Jahren leerstehenden und ungenutzten Industriebau lag kein Strom mehr an. Zudem hatte es sowohl am Abend als auch in der Nacht stark geregnet, gab einer der Beamten zu bedenken. (df)