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Großweitzschen soll eigenständig bleiben

Sebastian Wloch will der neue Bürgermeister der Gemeinde werden. Der DA fragte ihn nach seinen Zielen.

© André Braun

Großweitzschen. Am 3. Juni wählt Großweitzschen einen neuen Bürgermeister. Für die CDU geht dabei Sebastian Wloch gegen den aktuell kommissarischen Bürgermeister Jörg Burkert von den Freien Wählern ins Rennen. Wloch ist 37 Jahre alt und arbeitet seit 2007 für die Rasoma Werkzeugmaschinen GmbH in Döbeln. Als Ausgleich züchten und vermarkten er und seine Familie Damwild. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Herr Wloch, starker Bürgermeister oder absolute Offenheit? Wie soll Großweitzschen künftig geführt werden?

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Für mich gehören beide Punkte zusammen. Ein Bürgermeister, der den Ist-Zustand kennt und diesen als Basis für anzugehende Themen und Entwicklungsschritte nutzt und diese Informationen offen kommuniziert.

Abgesehen von Breitband und Straßenbau, welche Projekte wollen Sie in Zukunft angehen?

Reparatur- und Investionsstau der Vergangenheit möchte ich planvoll entgegenwirken, durch gezielte und nachhaltige Investionen einen Mehrwert erwirtschaften. Dabei müssen wir auch verantwortungsvoll und perspektivisch wirtschaften.

Im Gemeinderat wurde zuletzt gefordert, Geld für den Hochwasserschutz einzuplanen. Großweitzschen habe diesen bisher kaum betrieben, hieß es. Stimmen Sie dem zu? Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um die Gemeinde sicherer zu machen?

Wir haben es in sechs Monaten nicht einmal geschafft, die bestehenden Maßnahmen zu erproben, um unser Eigentum zu schützen. Das betrifft zunächst den Hochwasserschutz der Muldentalklause. Die beschlossenen und eingeplanten Grabenhebungen wurden allerdings ebenfalls nicht umgesetzt. An dieser Stelle müssen wir aktiv handeln.

Beim Thema Haushalt wurde zudem über eine Senkung der Betriebskosten der Kindergärten gesprochen, um so künftig die Elternbeiträge zu senken. Werden Sie das Vorhaben weiter verfolgen?

Natürlich. Das Infragestellen unserer Ausgaben und laufenden Betriebskosten stellt eine der wichtigsten Ansätze dar. Leider fanden bisher die gemachten Vorschläge keine Berücksichtigung im Haushaltsplan.

Wie stehen Sie zum Thema Eingemeindung?

Zum Wohle unserer Gemeinde muss für die Souveränität und Eigenständigkeit Großweitzschens gekämpft werden.

Beide Kandidaten hatten die Möglichkeit erhalten, die Fragen zu beantworten. Von Jörg Burkert erhielt der DA jedoch keine Rückmeldung.

Das Interview führte: Eric Mittmann.