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Grunau wird wieder abgeschnitten

Die Brücke über die Schnauder muss neu gebaut werden. Das geht nur unter Vollsperrung.

Von Elke Braun
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Die Brücke über die Schnauder kann nur unter Vollsperrung gebaut werden.
Die Brücke über die Schnauder kann nur unter Vollsperrung gebaut werden. © Dietmar Thomas

Roßwein. Jeder, der über die Kreisstraße von Niederstriegis in Richtung Grunau fährt, muss zwangsläufig über sie drüber und merkt es nicht einmal: die Brücke über den Bach Schnauder. Sie befindet sich ziemlich versteckt unweit des Abzweiges nach Littdorf. Während des Hochwassers 2013 wurde das Bauwerk so schwer beschädigt, dass eine Sanierung dringend notwendig ist. Eine Reparatur lohnt sich nicht. Das Bauwerk muss komplett neu errichtet werden. Die Arbeiten sollen am 25. Februar beginnen.

„Die Schäden sind erheblich. Das Gewölbe ist zum Teil ausgebrochen und ausgespült worden, das Mauerwerk an vielen Stellen durchfeuchtet“, erläutert Cornelia Kluge, Pressereferentin des Landratsamtes Mittelsachsen. Mit dem Neubau werden nicht nur die Mängel beseitigt, sondern gleichzeitig der Durchflussquerschnitt vergrößert. 

„Das Bauwerk entsteht aus Wellstahlrohren mit 3,40 Metern Durchmesser“, so Cornelia Kluge. Die tiefe Lage des Baches unter der Straße erfordert umfangreiche Erdarbeiten. Außerdem sei das Baufeld durch ein angrenzendes FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet), das einem besonderen Schutz unterliegt, eingeschränkt.

© SZ-Grafik Romy Thiel

„Für die Bauarbeiten muss die Straße voraussichtlich bis zum 27. September voll gesperrt werden“, sagt Cornelia Kluge. Vor allem die Anwohner und Gewerbetreibenden von Grunau werden dafür eine lange Umleitungsstrecke in Kauf nehmen müssen. Diese führt über Roßwein und Etzdorf und von der anderen Seite über die B 169 und Naundorf nach Grunau (siehe Grafik). 

Bereits nach dem Hochwasser haben das die Einwohner der Ortschaft schon einmal durchmachen müssen. Damals hatte die Striegis einen Großteil des Uferbereichs und der Straße weggespült.

Nach den Bauarbeiten sind laut Cornelia Kluge noch Ersatzpflanzungen erforderlich. Die sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

Was der Neubau der Brücke insgesamt kostet, dazu konnte das Landratsamt noch keine Aussagen treffen. „Die Ausschreibung der Bauleistungen muss erst noch ausgewertet werden“, so Cornelia Kluge. 

Da es sich um eine Maßnahme der Hochwasserschadensbeseitigung handelt, werden die Arbeiten vom Freistaat und teilweise vom Bund gefördert, so die Pressesprecherin. Eigentlich müssen diese Projekte bereits bis zum 30. Juni 2019 abgerechnet sein. „Wir haben aber dafür eine Fristverlängerung beantragt und auch erhalten“, so die Pressesprecherin.