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Es gibt ein Recht auf Nichtwissen 

Es ist zu respektieren, wenn sie einfach nur guter Hoffnung sein wollen, meint Redakteurin Stephanie Wesely.

Nutzwerk-Redakteurin: Stephanie Wesely
Nutzwerk-Redakteurin: Stephanie Wesely ©  SZ-Montage

Die gute Hoffnung und freudige Erwartung vieler Schwangerer weicht schnell der Angst. Denn bereits beim ersten Arztbesuch bekommen sie eine Liste mit Selbstzahlerleistungen ausgehändigt, die ihnen suggeriert, ab jetzt ein Problemfall zu sein.

Doch je mehr Tests auf den Markt kommen, umso höher werden auch die Ansprüche der Eltern auf ein „normgerechtes“ Kind. Untersuchungen abzulehnen, gilt bei vielen schon als fahrlässig, weil sich „so etwas“ noch verhindern lässt. Die Wirklichkeit sieht anders aus, denn erstens sind die Untersuchungen nicht hundertprozentig, zweitens ermitteln sie nur eine statistische Wahrscheinlichkeit, ob eine genetische Abweichung vorliegt. Über das Ausmaß der Abweichung gibt es ebenso wenig Aussagen.

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Schwangere müssen auch immer noch ein Recht auf Nichtwissen haben dürfen. Es ist zu respektieren, wenn sie einfach nur guter Hoffnung sein wollen.

E-Mail an: [email protected]