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Hängt dieses Bild bei „Maschine“ daheim?

Der Künstler Hans Fritsch übergab den Puhdys 2015 ein besonderes Kunstwerk zum Abschied. Nun kehren die Rocker doch noch einmal zurück.

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© Repro: SZ

Von Ina Förster

Kamenz. Der Abschied von den Puhdys fiel vielen Fans letztes Jahr schwer. Und machte einige richtig sentimental. Die beiden letzten Konzerte auf der Kamenzer Hutbergbühne waren deshalb auch ausverkauft und viel umjubelt. Wenn auch von einigen Zuschauern bereits mit den Worten kommentiert: „Die sind aber ziemlich nüchtern und emotionslos von der Bühne runter!“

Ahnte die Ostrock-Band damals schon, dass sie ihr oft gepriesenes Kamenz bald wiedersehen würden? Es scheint fast so, denn bereits bald hüllte sich das Management in vornehmes Schweigen. Und der Veranstalter erging sich in geheimnisvolle Zukunftsaussichten. Mit den „Rocklegenden“ kehren Maschine, Quaster und Co. nun wirklich zurück. Ihnen zur Seite die ebenso bekannten wie beliebten Bands Karat und City. Am Pfingstsonnabend sowie -sonntag werden die Rocklegenden gemeinsam die Hutbergbühne bis an den Rand füllen. Es gibt für den Sonntag nur noch wenige Restkarten. In den letzten Tagen gingen täglich Hunderte über die Ladentheke.

Auch die etwas schlechten Wetterprognosen fürs Wochenende schrecken die echten Fans eben nicht ab. Derer haben gerade die Puhdys immer noch massenhaft. Neben dem Fanclub, der letztes Jahr zum Abschied ein Banner mit zahlreichen Unterschriften an die Band übergab, machte sich auch Maler Hans Fritsch auf den Weg hinter die Hutbergbühne. Im Backstage-Bereich schenkte er 2015 einem sichtlich gerührten Dieter „Maschine“ Birr sein Bild „Es war schön, die Puhdys kommen, Kamenz steht Kopf“. Diese Acrylarbeit hatte der 81-Jährige schon zwei Jahre in seinem Atelier liegen, bis er sie endlich übergeben konnte. „Es war für den Abschied der Puhdys in Kamenz gedacht. Und weil dieser schon länger angekündigt wurde, hatte ich es einfach mal vorbereitet“, lacht der Senior. Seine Ur-Nichte Jenna Martens durfte ihn übrigens zur Übergabe und dem Band-Treffen begleiten. Ein Erlebnis für das 13-jährige Mädchen aus Wittichenau. „Wir hoffen alle, dass Maschine das Bild gefallen und er es vielleicht daheim aufgehängt hat.“ Es zeigt ihn immerhin auch bei seinem legendären Sprung als Ikarus vom Kamenzer Klostertor. Dass die Band nun nach dem wiederholten Abschied erneut auf dem Berg steht, freut ihn trotzdem. „Ich werde diesmal aber nicht mehr dabei sein“, so der Künstler. Hans Fritsch malt übrigens mit 81 Jahren noch regelmäßig und stellt auch aus. Derzeit aktuell im Neschwitzer Barockschloss mit dem Seniorenmalclub des Landratsamtes.

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Ab heute Abend sind die Puhdys also wieder in der Stadt. Diesmal mit Freunden und Kollegen. Es wird anders sein als sonst. Und sicherlich doch so vertraut.

Resttickets an der Abendkasse.