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Handwerker-Verein feiert Jubiläum

Der Verein der selbstständigen Handwerker aus Freital wird 25 – und will sich künftig besser mit Gleichgesinnten vernetzen.

© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

Freital. Es könnte schlechter laufen für die Handwerker in der Region. Die Auftragsbücher sind voll. Es gibt viel zu tun. Nur die mühsame Suche nach Mitarbeitern und Nachwuchs macht Elektrikern, Maurern, Tischlern und Co. zu schaffen. Unter diesen Vorzeichen feiert der Freitaler Verein der selbstständigen Handwerker am Sonnabend sein 25-jähriges Bestehen auf Schloss Burgk. Etwa hundert eingeladene Gäste, darunter Innenminister Roland Wöller, Landrat Michael Geisler und Bürgermeister Peter Pfitzenreiter, sind dabei.

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„Auf einen Chat mit …!“
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Ausbildende und Azubis beantworten ab dem 25. Januar bei digital durchgeführten Infosessions Fragen von Schülern zu Berufsbildern und ihren Unternehmen.

Der Verein war als Notlösung gegründet worden, weil die Kammer eine eigentlich angestrebte hiesige Kreishandwerkerschaft untersagte. Sitz der Kreishandwerkerschaft ist bis heute in Pirna.

45 Mitglieder in Freital und Umgebung hat der Verein derzeit. Er versteht sich als Interessenvertretung gegenüber der Politik – zum Beispiel, wenn es darum geht, den Papierkram wegen immer neuer Vorschriften einzudämmen. „Der Chef eines kleinen Fünf-Mann-Betriebes kann sich kaum noch ums eigentliche Geschäft kümmern, weil die Regulierung überhandnimmt“, sagt Vereinschef Falk Walther. „Wir sind das Sprachrohr, um Politiker darauf hinzuweisen.“ Blickt der 50-Jährige auf die Geschichte des Vereins zurück, dann ist er besonders stolz auf die Benennung des Platzes des Handwerks in Freital-Potschappel, dem ersten Platz des Handwerks in Deutschland. Der damalige Vereinschef Gunter Göhler hatte sich dafür starkgemacht.

Für die Zukunft wünscht sich Walther, dass Vereine wie seiner, Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaft enger zusammenarbeiten. „Wir müssen unsere Interessen bündeln, ohne die Regionalität zu verlieren.“ Gemeinsam könnte man zum Beispiel um gute Fachkräfte werben und damit vor allem die kleinen Handwerksbetriebe, die keine Kraft zur aufwendigen Nachwuchssuche haben, entlasten.