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Heidenau: Toter ist ertrunken

Der 25-Jährige war am 2. Mai leblos in der Elbe gefunden worden. Ein Verbrechen wird jetzt nach der Obduktion ausgeschlossen.

Aufgeklärt: Der Fund der männlichen Leiche am frühen 2. Mai in Heidenau hatte einige Rätsel aufgegeben.
Aufgeklärt: Der Fund der männlichen Leiche am frühen 2. Mai in Heidenau hatte einige Rätsel aufgegeben. © Daniel Förster

Ein Spaziergänger hatte am Morgen des 2. Mai beim Gassigehen den leblosen Mann in der Elbe in Heidenau entdeckt. Der herbeigerufene Notarzt hatte nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

Nun steht fest, dass der Tote ertrunken ist. Zu diesem Ergebnis kamen Gerichtsmediziner nach der Obduktion der Leiche, sagt Jürgen Schmidt, Oberstaatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Anhaltspunkte für eine Straftat gibt es nicht. Demnach ist der Verstorbene kein Opfer eines Verbrechens geworden.

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Im Zuge der Ermittlungen wurde der Verunglückte eindeutig identifiziert. Es handelt sich um einen 25-jährigen Deutschen. Mit dem Verweis auf den Persönlichkeitsschutz und da der Fall keine strafrechtliche Relevanz hat, macht Schmidt keine näheren Angaben zu den Umständen.

Am 21. April aus der Klinik verschwunden

Der Verstorbene galt seit dem späten Abend des 21. April als vermisst. Er war gegen 23 Uhr aus dem Klinikum auf dem Pirnaer Sonnenstein, in dem er behandelt wurde, verschwunden. Daraufhin war die Polizei alarmiert worden. Zunächst waren die Beamten Zeugenhinweisen nachgegangen, wonach der Klinik-Patient im Pirnaer Ortsteil Cunnersdorf mit einer Kanüle im Arm gesehen wurde. Noch in der Nacht hatte ein Polizeihubschrauber zwischen Sonnenstein und dem Struppener Ortsteil Ebenheit sowie über den Obstplantagen nach ihm gesucht. Auch mögliche Aufenthaltsorte waren geprüft worden.

Normalerweise ziehen es Medien vor, nicht über Suizide zu berichten, um keinen Anreiz für Nachahmungen zu geben. Da dieser Vorfall jedoch mehrere Polizeieinsätze in der Öffentlichkeit nach sich zog und die Vorkommnisse dadurch Aufsehen erregten, hat sich die Redaktion entschieden, das Geschehene doch zu thematisieren.

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Wer von Selbsttötungsgedanken hegt, findet bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, auch anonym. Sie bietet Tag und Nacht ein telefonisches Gesprächsangebot für Menschen in Krisen. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche, gebührenfreie Rufnummer: 0800/111 0 111 (evangelisch) oder 0800/111 0 222 (katholisch) oder 0800/1110116123.

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