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Hilbert macht Vater-Sohn-Kur

Im großen SZ-Interview über sein erstes Amtsjahr verrät Dresdens Oberbürgermeister, wie er versuchen will, die innere Balance zu behalten.

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© Sven Ellger

Dresden. Es ist ein Gedanke, der den Oberbürgermeister bereits eine Weile beschäftigt: Wie kann er neben dem Job genügend Energie tanken, um sich immer wieder voll in die Arbeit stürzen zu können? Im Interview mit der Sächsischen Zeitung erklärt Dirk Hilbert nun, dass er eine Kur machen wird. An diesem Sonnabend ist er genau ein Jahr im Amt, aber nicht ausgebrannt, betont er. Vielmehr wolle er den inneren Ausgleich finden.

„Selbstverständlich habe ich im Arbeitsalltag Stress und Druck, das bleibt bei dieser Stelle nicht aus“, so Hilbert. Er erinnere sich häufig an seine Amtsvorgängerin Helma Orosz: „Sie ist mit einer wahnsinnigen Energie ins Amt marschiert. Dann hat sie gesundheitlich einen Denkanstoß bekommen.“ Nach einer Krebsdiagnose fiel sie lange aus, kam dann zurück ins Rathaus und beendete ihre Amtszeit vorzeitig. Mittlerweile geht es ihr soweit wieder gut, sie engagiert sich viel im Ehrenamt.

„Wichtig ist mir, dass ich meine gute Laune nicht verliere, die Familie im Blick habe und die Gesundheit bewahre“, sagt Hilbert. „Um meinen Ausgleich zu finden, werde ich etwas machen, was noch kein Vorgänger gemacht hat: Ich werde mir im Oktober in den Ferien drei Wochen eine Vater-Kind-Kur gönnen.“ Man müsse die Balance finden zwischen vollem Einsatz und Regeneration. „Sonst machen Sie das nicht lange.“ Deshalb geht es mit Sohn Lukas (5) in eine Kurklinik in Sachsen, Genaueres möchte Hilbert nicht sagen. Am Tag der Deutschen Einheit, der am 3. Oktober bundesweit in Dresden gefeiert wird, will er noch in der Stadt sein. Danach geht’s los.

Im Interview kritisiert der OB außerdem den Stadtrat für einige Entscheidungen in seinem ersten Amtsjahr. (SZ/awe)

Das Interview mit OB Hilbert lesen Sie in diesem für Abonnenten kostenlosen Artikel.