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Historische Waffen gefunden

© Landeshauptstadt Dresden

Als hätten sie darauf gewartet, gefunden zu werden. Nur einen halben Meter unter der Erdoberfläche fanden Bauarbeiter auf dem Gelände der Dreikönigschule in Dresden-Neustadt ein altes Waffenlager.

Von Sandro Rahrisch und Claudia Schade

Dresden. Bauarbeiter haben auf dem Schulhof des Gymnasiums Dreikönigschule ein größeres Waffenversteck ausgehoben. Unter einer Platane fanden sie bereits Ende August unter anderem Degen, Bajonette und Zierdolche aus der NS-Zeit.

Nur einen halben Meter unter der Erde lagen diese historischen Waffen auf dem Gelände der Dreikönigsschule vergraben. Als hätten sie nur darauf gewartet, wieder entdeckt zu werden. © Landeshauptstadt Dresden
Christoph Heiermann zeigt den rostigen Fund. © C. Schade

Woher die rund 80 Kampfinstrumente stammen und wer sie versteckt hat, ist noch unklar. „Die neuesten Stücke sind von 1945“, sagt Christoph Heiermann vom Landesamt für Archäologie, das den Fund geborgen hat. „Wir gehen davon aus, dass sie ein Sammler schnell entsorgen wollte, bevor die Russen in die Stadt kamen.“ Das würde auch die geringe Tiefe des Lochs von nur 50 Zentimetern erklären.

Nach erstem Anschein sind die meisten der Fundstücke aus der NS-Zeit und der Zeit des Ersten Weltkriegs. Auch einige Prachtsäbel sind dabei. Allerdings sind die Waffen stark verrostet. Organisches Material, wie zum Beispiel Lederscheiden, haben sich gar schon ganz zersetzt. Daher wird der Wert der Sammlung als eher gering eingeschätzt. Der Fund soll nun von einem Experten des Militärhistorischen Museums untersucht werden.

Noch bis 2020 wird die Neustädter Schule aus dem 19. Jahrhundert saniert. Der Komplex besteht aus drei Gebäuden. Das erste ist im Oktober fertig.