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Hofewiese bald verkauft?

Laut Unternehmer Holger Zastrow sind nur noch Details offen. Anschließend entscheidet der Stadtrat über den Verkauf Hofewiese in Langebrück.

© Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

Langebrück. Einst königliche Ausspanne, dann Gaststätte, zuletzt ein Imbiss: Die Hofewiese in der Dresdner Heide hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Jetzt steht ein neues Kapitel bevor. Nachdem die Stadt Dresden die Immobilie vergangenes Jahr zum Verkauf ausgeschrieben hatte, war das Interesse groß. Zwei Dutzend Bewerber gaben ihre Angebote ab. Das Konzept des Dresdner Unternehmers und FDP-Politikers Holger Zastrow überzeugte. Er erhielt den Zuschlag. Seitdem passierte jedoch nichts. „Die Vertragsverhandlungen zwischen dem Käufer und dem Liegenschaftsamt laufen“, lautete der lapidare Satz nach entsprechenden Anfragen. Jetzt stehen die Gespräche offenbar vor dem Abschluss. „Es sind nur noch Details zu klären. Aus meiner Sicht sind die schnell lösbar. Ich rechne damit, dass das Papier in Kürze unterschriftsreif vorliegt“, sagte Holger Zastrow.

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Der Inhaber einer Eventagentur hofft, im Frühling mit den ersten Arbeiten auf dem Gelände beginnen zu können. „Wir stehen in den Startlöchern. Es gibt eine Menge Ideen. Jetzt wollen wir endlich loslegen“, sagt er. In den vergangenen Tagen ist er immer wieder an dem Areal gewesen. „Wir haben beispielsweise unsere Neujahrswanderung dorthin gemacht. Je öfter man dort ist, desto besser bekommt man ein Gefühl für das Areal. Dafür, welche Ideen sich umsetzen lassen und welche nicht.“ Was er genau auf dem Gelände vorhat, will der Firmenchef allerdings noch nicht verraten. „Zum einen ist der Vertrag ja noch nicht unterschrieben. Zu anderen muss der Stadtrat noch zustimmen. Erst wenn beides geschehen ist, werde ich Einzelheiten nennen.“ Bekannt ist bis jetzt so viel: Die Hofewiese soll wieder als Gaststätte öffnen. Bei der Renovierung bleibt der Charakter der Immobilie gewahrt, verspricht der Dresdner. „Das Haus in der Heide ist ein Kleinod. Auch wenn es jetzt dort nicht so aussieht, wir werden es wieder dazu machen“, sagt er.

Schlechter Zustand des Gebäudes

Derzeit ist das Gebäude in einem erbärmlichen Zustand. Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen sind zum großen Teil herausgerissen, Zimmerdecken heruntergebrochen und im Keller steht das Wasser. Eine Kläranlage muss gebaut werden. Ein sechsstelliger Betrag ist wohl notwendig, um das Haus in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen. Zum Haus gehören knapp 10 000 Quadratmeter Land. Die Hofewiese wurde 1547 erstmals urkundlich erwähnt. 1804 kaufte der sächsische Kabinettsminister Graf Camillo Marcolini das Areal und ließ ein neues Haus errichten. 1828 übernahm König Anton von Sachsen. Die Hofewiese wurde zeitweise zur Fohlenzucht sowie als Futterstelle der königlichen Marstallpferde genutzt. 1877 wurde dann die Schankkonzession erteilt.

Holger Zastrow kennt sich in Langebrück und der Dresdner Heide gut aus. Er erarbeitete mit seiner Agentur Zastrow+Zastrow im Auftrag der Ortschaft ein Naherholungskonzept. Bekannt ist, dass Holger Zastrow große Events organisieren kann. Mit seiner Agentur betreibt er seit einigen Jahren den Dresdner Striezelmarkt. Für sein Konzept erhielt er 2010 den Tourismuspreis der Dresdner Hotellerie. Außerdem managt er den Weihnachtsmarkt in Pirna sowie den Augustusmarkt, der zur Adventszeit auf der Dresdner Hauptstraße stattfindet.