Hoyerswerda
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3,50-Euro-Tagesticket – 4.000 Verkäufe pro Monat

Verkehrsverbund und VGH sehen den Modellversuch für Hoyerswerda nach einem Jahr schon als Erfolg.

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© Foto: Lars Neumann

Hoyerswerda. Alle reden über Streik im ÖPNV und das 49-Euro-Ticket? Nicht alle – ein vergleichsweise kleines Verkehrsunternehmen im Herzen der Lausitz hat nicht nur am Montag fahrplanmäßig seine Linien bedient, sondern freut sich zudem, dass die Idee für eine Sonderrolle innerhalb des Verkehrsverbundes Oberelbe Früchte trägt. Seit April 2022 testet der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) mit der „Tageskarte Stadt“ ein günstiges Ticket für den Nahverkehr im Stadtgebiet Hoyerswerda. „Gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH), die das Projekt initiiert hat, sollen mit dem preiswerten Ticket mehr Menschen für den Nahverkehr in der Stadt gewonnen werden. Die Nutzerzahlen zur Halbzeit des zweijährigen Tests zeigen nun eine rege Nachfrage nach dem Ticket“, erläutert VVO-Sprecher Christian Schlemper. „Die Tageskarte zum Preis von 3,50 Euro lohnt sich verglichen mit dem Preis der Einzelfahrt bereits ab der Rückfahrt und das wird rege genutzt“, sagt Stefan Löwe, Geschäftsführer der VGH. „Die Zahl der monatlich erworbenen Tickets hat sich gegenüber dem ersten Monat mehr als verdoppelt. Selbst in den grauen Wintermonaten Januar und Februar wurden monatlich rund 4.000 Tickets gekauft. Der Großteil der Fahrgäste holt sein Ticket bei der VGH, aber auch bei den Busfahrern vom Regionalbus Oberlausitz (RBO) wird es rege nachgefragt.“ Die VGH bietet im gesamten Stadtgebiet ein Netz mit fünf Buslinien an, die mit der Tageskarte genutzt werden können. Zudem sind im neuen Ticket die Regionalbusse der RBO innerhalb der Stadt sowie die Züge zwischen Schwarzkollm, Hoyerswerda und Hoyerswerda-Neustadt inklusive. „Ich freue mich, dass das neue Ticket auch im Interesse des Klimaschutzes so stark nachgefragt wird und sich hoffentlich dauerhaft durchsetzt“, betont Torsten Ruban-Zeh, Oberbürgermeister Hoyerswerdas. „Im Angesicht der hohen Kraftstoffpreise wird der ÖPNV in Zukunft eine sinnvolle Alternative sein, um entspannt von A nach B zu kommen.“ „Mit dem Ticket testen wir erstmals im VVO die Akzeptanz für ein preiswerteres Angebot für die innerstädtischen Linien in kleineren Städten“, ergänzt VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen. „Sollte die recht hohe Nachfrage dauerhaft anhalten, sind ähnliche Angebote für weitere Orte im Verbund möglich.“ (red/US)