merken
PLUS Hoyerswerda

Baba Jaga sucht den Weihnachtsmann

Die Jakubzburg in Mortka wird zur Kulisse für ein märchenhaftes Fernsehspiel.

Die Jakubzburg in Mortka wird Anfang Dezember Drehkulisse für das märchenhafte Fernsehspiel „Die Hexe Baba Jaga sucht den Weihnachtsmann“.
Die Jakubzburg in Mortka wird Anfang Dezember Drehkulisse für das märchenhafte Fernsehspiel „Die Hexe Baba Jaga sucht den Weihnachtsmann“. © Foto: Andreas Kirschke

Mortka. Eine Verabredung steht am Anfang. Country-Sängerin Linda Feller will mit dem Weihnachtsmann ein Duett aufnehmen. Doch der kommt nicht zum Termin. Linda fragt daher bei der Hexe Baba Jaga nach. Doch die hilft ihr erst einmal nicht weiter. Jetzt kommen die goldenen Zaubernüsse ins Spiel, und Baba Jaga nimmt ihre alte Glaskugel zu Hilfe. Der Weihnachtsmann, so erfährt sie, ist auf einer geheimnisvollen Burg.

Für Linda und Baba Jaga beginnt eine turbulente Suche nach ihm ...„Es soll ein märchenhaftes Fernsehspiel werden. Eine Komödie für die ganze Familie. Die Jakubzburg Mortka als Kulisse passt ideal“, findet Regisseur Andreas Pippart, Geschäftsführer der Dresdner MyTVplus Fernsehproduktions GmbH und meint damit das Stück „Die Hexe Baba Jaga sucht den Weihnachtsmann“. Ab dem 1. Dezember wird das Fernsehspiel für einige Tage auf der Jakubzburg gedreht.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

MyTVplus besteht seit fünf Jahren. Für Film- und Fernsehproduktionen, Live-Übertragungen und Multimedia-Produktionen zeichnet der private Fernsehkanal verantwortlich. Erst im September produzierte er im Erlebnishof „Krabat-Mühle“ in Schwarzkollm die „Musikantenscheune“.

„Die Idee für ein Märchen als Fernsehspiel schwebte mir schon lange vor“, sagt Andreas Pippart. „Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist für solche Produktionen mit nur wenigen Darstellern Gelegenheit.“ Countrysängerin Linda Feller sowie die Schauspieler Jürgen Mai (als Weihnachtsmann), Dorit Gäbler (als Burgherrin), Giso Weißbach (als Burgherr), Rainer König (als Hexe Baba Jaga) und Gerd E. Schäfers Sohn Alexander Schäfer (als Butler) wirken mit. Rund 90 Minuten sieht das Drehbuch vor. MyTVplus produziert das Fernsehspiel nur mit Eigenmitteln, ohne Förderung.

„Als Anstoß und Orientierung dient uns dabei das Theater-Märchenstück «Die Hexe Baba Jaga und der Bart des Drachen», welches einst in der Dresdner Komödie entstand und erfolgreich über viele Jahre am Boulevard-Theater Dresden weiterentwickelt und gezeigt wurde“, erzählt Andreas Pippart. Seit seiner Kindheit begeistert er sich für die russischen Märchen. Mit Filmen wie „Die schöne Warwara“, „Abenteuer im Zauberwald“, „Feuer, Wasser und Posaunen“ und „Der Hirsch mit dem goldenen Geweih“ wuchs er auf. Er erfreute sich als Kind an der überschaubaren Handlung. Er erfreute sich an der naturnahen Filmkulisse. Und wie jedes Kind freute er sich, wenn das Gute über das Böse siegt.

Daran will er mit dem jetzigen Fernsehspiel anknüpfen. „Geplant ist es als Pilot-Fernsehspiel. Es ist unsere erste Märchen-Produktion – selbstverständlich mit striktem Hygienekonzept und Corona-Tests“, unterstreicht der Regisseur. „Langfristig soll eine Serie daraus werden. Je nach Interesse und je nach Möglichkeit kann sie eines Tages vielleicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit gezeigt werden.“

Auf die Jakubzburg in Mortka wurde er bei einem Besuch im Lausitzer Seenland aufmerksam. Mit Kollegin Manuela Lange zeigt er sich vom Anwesen begeistert. Beide suchen gezielt nach markanten Punkten. Lange dunkle Gänge gehören dazu. Ebenso ein richtiger, großer Zauberspiegel. Beide suchen zudem passende Säle, eine passende Küche, ein passendes Bad mit Wanne. „Die Burg passt perfekt“, meint der Regisseur. „Hollywood müsste solch eine Kulisse erst aufwendig bauen. Hier finden wir sie im Kleinen vor.“

Immer wieder staunen beide bei ihrem ersten Rundgang durch das Areal. Burg-Managerin Martina Küpferling schildert ihnen Ursprung, Entstehung und Geschichte der Jakubzburg. Über deren Eingangstor mit Zugbrücke steht in Latein „Imperate Cogitateque Communitata“. „Herrsche, Gestalte mit der Allgemeinheit. Unterwirf Deine Pläne der Gemeinschaft. Allein geht es nicht“, übersetzt Burgherr und Zahnarzt Dr. André Jakubetz. „Es ist der Dank für all jene, die mich beim Bau der Burg 2008 bis 2012 so tatkräftig unterstützt haben.“ Im Gespräch mit Manuela Lange und Andreas Pippart erinnert er daran. Praktisch und unkompliziert will er die Dreharbeiten unterstützen. Von der Idee des Fernsehspiels ist er begeistert. „Bereits jetzt arbeiten wir im traditionellen Theatersommer immer wieder mit dem Sorbischen National-Ensemble Bautzen, mit dem Staatstheater Cottbus und mit den Landesbühnen Sachsen gut zusammen“, sagt André Jakubetz. „Für neue Partner sind wir dankbar.“

Zu sehen sein wird das märchenhafte Fernsehspiel „Die Hexe Baba Jaga sucht den Weihnachtsmann“ am 24. Dezember um 20.15 Uhr, am 25. Dezember um 10 Uhr und am 26. Dezember um 14 Uhr im Sender MyTVplus – zu empfangen über Kabel, Satellit „HotBird“ oder als kostenloser Livestream unter www.mytvplus.de.

Weitere Informationen zum Sender, zum TV-Programm und zu Terminen stehen unter www.mytvplus.de.

Beim Rundgang durch die Jakubzburg warfen die Besucher auch einen Blick in diesen Saal mit einer langgezogenen Tafel. Ob er als Filmkulisse genutzt wird? Abwarten!
Beim Rundgang durch die Jakubzburg warfen die Besucher auch einen Blick in diesen Saal mit einer langgezogenen Tafel. Ob er als Filmkulisse genutzt wird? Abwarten! © Foto: Andreas Kirschke

Mehr zum Thema Hoyerswerda