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Hoyerswerda

Die Förderung kleiner Objekte ist nötig

Die Stiftung für das sorbische Volk informiert sich im Zeißighof über die neue Dauerausstellung.

Mitglieder der Stiftung für das sorbische Volk informieren sich im Zeißighof über die neue Dauerausstellung sorbisch-evangelischer Trachten: Anett Sarodnik (li) im Gespräch mit Michaela Moosche (2.v.r.), stellvertretende Direktorin der Stiftung.
Mitglieder der Stiftung für das sorbische Volk informieren sich im Zeißighof über die neue Dauerausstellung sorbisch-evangelischer Trachten: Anett Sarodnik (li) im Gespräch mit Michaela Moosche (2.v.r.), stellvertretende Direktorin der Stiftung. © Foto: Johann Tesche

Von Johann Tesche

Zeißig. Die Stiftung für das sorbische Volk fördert eine Vielzahl von Einrichtungen und Projekten, die zur Bewahrung und zur Weiterentwicklung der sorbischen Sprache und Kultur beitragen. Dazu gehört auch der Aufbau der Ausstellung sorbisch-evangelischer Trachten im Zeißighof, die mit rund 2.000 Euro gefördert wird.

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Vergangene Woche besuchten Mitglieder der Stiftung den Zeißighof, um sich über den Stand des Projektes zu informieren. Nach der Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Tina Schubert gab Hans Groba einen Einblick in die Aktivitäten des Kulturvereins im Zeißighof und den Aufbau der Ausstellung, der bis auf wenige Restarbeiten, wie die Beschriftung der Ausstellungsstücke, auch abgeschlossen ist. Die Vorarbeiten zur Schaffung der Ausstellungsfläche und die technische Ausstattung erfolgten überwiegend in Eigenleistung durch das Handwerkerteam des Vereins.

„Kostbares Kulturgut“ bewahren

Zu den Attraktionen der Ausstellung gehören zwei Figurinen in der sogenannten weißen Tracht. Es sind die sorbisch-evangelische Braut und eine Brautjungfer. Diese und weitere sorbische Trachten stammen aus dem Fundus von Günter Hoffmann aus Neida. Anett Sarodnik kleidete die Figurinen in den vergangenen Wochen mit Birgit Sarodnick an und bezeichnete diese Trachten während des Rundganges mit den Mitgliedern der Stiftung als „kostbares Kulturgut“, das unbedingt erhalten werden sollte.

Dem konnte Sabine Siegowa von der Stiftung nur zustimmen: „Unbedingt erhalten, auch die Förderung kleiner Objekte ist notwendig“, war ihr Fazit. Für Stiftungsdirektor Jan Budar war es ein interessanter Einblick in die Arbeit des Kulturvereins Zeißig. Er sagte: „Der Erhalt derartiger regionaler Ankerpunkte, wie zum Beispiel hier der Zeißighof, sind wichtig für den Erhalt und die Förderung sorbischen Lebens.“

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