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Ein Orden erblickt das Licht der Welt

Branitzer Förderverein vergibt erstmals Goldenen Pückler-Stern. Am 29. Juni wird er verliehen für besondere Leistungen und Verdienste um den Verein.

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Der achtzackige Goldene Stern auf dem Dach der Branitzer Parkschmiede wird jetzt als originalgetreue Nachbildung en miniature der neue Vereinsorden.
Der achtzackige Goldene Stern auf dem Dach der Branitzer Parkschmiede wird jetzt als originalgetreue Nachbildung en miniature der neue Vereinsorden. © Foto: Förderverein/ Wolfgang Wenzke

Cottbus/Branitz. Das Original ziert seit geraumer Zeit das Dach der vor über 170 Jahren die von Fürst Pückler errichtete Parkschmiede im Branitzer Park. Jetzt wird der weithin leuchtende „Goldene Pückler-Stern“ zum Symbol für eine originalgetreue Nachbildung. Der im Jahr 2005 gegründete und knapp 170 Mitglieder zählende Förderverein „Pückler in Branitz e. V.“ will in diesem Jahr erstmals einen „Goldenen Pückler-Stern“ als höchste Auszeichnung für besondere Leistungen an seine treuesten Mitglieder vergeben. „Für das vergangene Jahr wird die Auszeichnung während der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins am 29. Juni verliehen“, sagte Vereinsvorsitzender Bernhard Neisener. Den zweiten „Goldenen“ für dieses Jahr und alle weiteren Sterne gibt es dann jeweils immer zum Geburtstag des grünen Gartenfürsten, Weltenbummlers und großen Literaten (1785-1871) am 30. Oktober. „Für die besondere Ehrung kommen viele unserer Vereinsmitglieder in Frage“, so der Vorsitzende eines der mitgliederstärksten Kulturvereine der Stadt. Wer sich erstmals mit dem achtzackigen Pückler-Orden schmücken kann, steht zwar schon fest, wird aber bis zur Auszeichnung noch streng geheim gehalten.

Venusbeet-Premiere am Montag

Auch in diesem Jahr will der rührige Förderverein wieder besondere Akzente setzen. Da steht bereits zum Frühlingsanfang am kommenden Montag, dem 21. März, die feierliche Übergabe des historischen Venusbeetes vor dem Schloss auf dem Programm. Aber es wird nicht nur repräsentiert, sondern auch gearbeitet, denn die Venus-Premiere versteht sich inklusive des traditionellen Frühjahrsputzes und der obligatorischen Frühjahrsbepflanzung. Rund 18.000 Euro haben die Vereinsmitglieder zusätzlich zu den 380.000 Euro an internationalen Fördermitteln „locker gemacht“, damit „Triton“ wieder in sein Muschelhorn blasen und die Bronzene Venus in Pücklers schönstem Branitzer Blumenbeet wieder im alten Glanz erstrahlt.

Am 4. April sollen dann zum dritten Mal die besten Seminararbeiten der SchülerInnen des Cottbuser Evangelischen Gymnasiums ausgezeichnet werden und voraussichtlich am 11. Dezember wird vom Förderverein zum zweiten Mal ein Pückler-Stipendium für den besten Schüler/die beste Schülerin des städtischen Konservatoriums vergeben. Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben wird am 29. Juni die jährliche Mitgliederversammlung. Dabei soll nicht nur ein neuer Vorstand, sondern auch ein neuer Vereinsvorsitzender gewählt werden. Der seit 2015 in der Funktion agierende ehemalige Cottbuser Bürgermeister Bernhard Neisener (70) will aus gesundheitlichen Gründen nicht noch einmal für das Amt kandidieren.