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Endspurt am Rakotz-Ensemble

Donnerstag sollen erste Gerüste an der Rakotzbrücke fallen. Die Fertigstellung des Gesamtensembles ist im Mai 2021.

Während die Basaltstelengruppen saniert und die einstige Grotte wieder aufgebaut sind, laufen die Arbeiten an der Rakotzbrücke noch bis November. Erst dann fallen auch dort die Gerüste.
Während die Basaltstelengruppen saniert und die einstige Grotte wieder aufgebaut sind, laufen die Arbeiten an der Rakotzbrücke noch bis November. Erst dann fallen auch dort die Gerüste. © Foto: Joachim Rehle

Kromlau. Die Bauarbeiten am Wahrzeichen des Kromlauer Parks laufen in der Endphase. Doch trotz mehrjähriger Großbaustelle ist der Besucheransturm auf den Landschaftspark samt Rakotz-Ensemble ungebrochen und es werden immer mehr Gäste, seit durch Corona Urlaub in Deutschland wieder Trend ist.

Freude über Abbau der Traggerüste

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Die Bauarbeiten werden durch die Parkbesucher nicht behindert. Die Baustelle mit Riesengerüst rund um die Bogenbrücke ist umzäunt und lässt nur Blickkontakt zu. Diese Woche sind die ersten Rüstungen unter dem Bogen gefallen. Mitte November, so Bürgermeister Dietmar Noack, soll das gesamte Traggerüst fallen und wieder einen (fast) freien Blick auf Brücke und umgebende Basaltsteingruppen ermöglichen. Denn Brückenfassade und Steine sind saniert und verfugt; Grund- und Abdeckpappen sowie Laufstützen angebracht und im Oktober erhalten die Brückenspitzen noch eine spezielle Schutzschicht.

Abgeschlossen sind die Arbeiten am Rakotz-Ensemble trotz Fallens der Gerüste nicht. „Die Verfugung des Hafens und das Abstrahlen der Basaltsteine und Säulen sind derzeit in Vorbereitung“, begründet Noack. Zudem sei die Abdichtung des Rakotzsees erst in der Planung. Seine Neubefüllung, sichtbarer Abschluss der umfassenden Sanierungsarbeiten, soll Anfang 2021 erfolgen. „Wir halten am Ziel, die Bauarbeiten vor Pfingsten kommenden Jahres beenden und das sanierte Rakotz-Ensemble offiziell zum Park- und Blütenfest einweihen zu können, fest“, bekennt der Bürgermeister. „Das, und die Einhaltung des Kostenrahmens, sind nach jetzigem Stand realistisch. Unklar ist nur, ob es dann ein großes Parkfest geben kann“, erklärte Dietmar Noack jüngst in der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Gablenz.

In der Sitzung einstimmig beschlossen wurden auch die Vergaben einer Baugrundprüfung für die kleine Rakotzbrücke, direkt neben der großen Brücke, sowie Planungsleistungen für ihre Sanierung inklusive Tragwerksplanung.

Sorge um Wasserstand im Inselteich

Die Sitzung nutzte der Kromlauer Wilfried Dieck, um in der Bürgerfragestunde auf ein anderes Kleinod im Kromlauer Park hinzuweisen, dessen Zustand er als „ Trauerspiel“ bezeichnete. „Der Inselteich, der erst saniert und mit neuer Brücke versehen wurde, versickert immer mehr. Hier ist eine Abdichtung nötig“, so der besorgte Bürger. Dass der Wasserspiegel des Teiches sinkt, obwohl er durch einen im Vorjahr neu gebohrten und gebauten Brunnen mit Wasser versorgt wird, macht auch Räten und Bürgermeister einige Sorgen. Dennoch ist eine Abdichtung vorerst nicht geplant. „Wir müssen noch die Wege um den Rakotzsee herum bauen, das Kavaliershaus samt Ferienwohnungen fertigstellen und planen die Sanierung und Umnutzung des Gesindehauses am Kromlauer Schloss. Zusätzlich am Inselteich zu arbeiten und zu investieren übersteigt unsere ehrenamtliche und finanzielle Kraft“, so der Ortschef. Aber er versprach, den Inselteich rechtzeitig vor der kommenden Rhododendronblüte und Touristensaison voll Wasser pumpen zu lassen. Ob eine Abdichtung in den Jahren 2022 oder 2023 realistisch sei, könne er aktuell noch nicht sagen.

In diesem Zusammenhang verwies Gemeinderat Johannes Rackel darauf, dass es bereits vor Jahren Überlegungen hinsichtlich einer grundlegenden Teichentschlammung gegeben habe. Damals sei das Vorhaben am rund 100.000 Euro teuren Kostenvoranschlag gescheitert. Allerdings, gab Bürgermeister Noack Entwarnung, so würden sich die Gießer im Teichumfeld über einen gewissen Zeitraum hinweg automatisch durch ablaufendes Teichwasser verdichten und verschließen, wodurch der Wasserabfluss ebenfalls gestoppt werde. Auf einen weiteren Hinweis Diecks, dass abschüssige Parkwege bei Himmel und Hölle bei Regen stark ausgespült würden, Auffüllung und Abflussrinnen nötig und am Rondel der genannten Steingruppe drei Ziegelsteine defekt seien, äußerte Dietmar Noack: „Es ist geplant, wird gemacht.“

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