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Explodierte Wohnung nach einem Jahr

Der Bewohner erlitt schwerste Brandverletzungen. Er hat die Explosion vorsätzlich verursacht, haben die Ermittlungen ergeben.

Am 5. November 2019 gegen 8 Uhr erschütterte eine heftige Explosion das Wohnhaus Nummer 24 in der Otto-Buchwitz-Straße in Bernsdorf. Eine Dachgeschoss-Wohnung wurde komplett zertsört.
Am 5. November 2019 gegen 8 Uhr erschütterte eine heftige Explosion das Wohnhaus Nummer 24 in der Otto-Buchwitz-Straße in Bernsdorf. Eine Dachgeschoss-Wohnung wurde komplett zertsört. © Archivfoto: HoyFoto

Bernsdorf. Über Monate war das Wohnhaus Otto-Buchwitz-Straße 24 in Bernsdorf eine Baustelle. Rund 500.000 Euro musste die Wohnungsbaugesellschaft Bernsdorf (BWG) investieren, um Teile des Gebäudes wieder bewohnbar zu machen, nachdem heute auf den Tag genau vor einem Jahr eine heftige Explosion die Dachgeschosswohnung im Aufgang 24 a komplett zerstört hatte. 

Inzwischen ist ein neuer Mieter dabei, die von Grund auf neu errichtete Wohnung zu beziehen. Auch die anderen Wohnungen im Hausaufgang, die durch die Explosion und die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurden, können von den Mietern wieder bezogen werden.

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Ein Haus einzurichten oder den Umzug in eine neue Wohnung zu organisieren, treibt so manchem Zeitgenossen die Schweißperlen auf die Stirn.

Just in dieser Woche hat die BWG-Geschäftsführerin Evelyn Hahn ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft erhalten. Darin gibt es Hinweise, wie das Unternehmen hinsichtlich etwaiger Schadensersatzforderungen vorgehen könne. Im Ergebnis der Ermittlungen stehe jedenfalls fest, dass der Mieter der Wohnung die Explosion vorsätzlich verursacht hat. Mehr Details gibt es nicht. Von Beginn an war aber hinter vorgehaltener Hand davon die Rede gewesen, dass der seinerzeit 46-jährige Wohnungsinhaber die Explosion mit Hilfe einer Propangasflasche ausgelöst haben soll. Auch von einem versuchten Suizid war die Rede. Der Mann hatte infolge der Explosion schwerste Brandverletzungen erlitten, allerdings noch aus eigener Kraft das Gebäude verlassen, wo ihn der Rettungsdienst in seine Obhut nahm. Wenig später wurde er per Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen, wo er längere Zeit um sein Leben kämpfte.

Der durch die Explosion ausgelöste Brand war nach einer Stunde gelöscht. Die sieben weiteren Bewohner des Aufgangs konnten sich in Sicherheit bringen und kamen gesundheitlich nicht zu Schaden.

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