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Musical begeisterte über 1.500 Besucher

Die Türen der Lausitzhalle Hoyerswerda öffneten sich am Wochenende drei Mal an zwei Tagen für die einheimische Produktion „Felicitas Kunterbunt“.

Beim Finale von „Felicitas Kunterbunt“ standen die Darsteller „aus allen Erdteilen“ gemeinsam mit Musikern und Sängern auf der Bühne der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. Es gab viel verdienten Applaus für die Mitwirkenden.
Beim Finale von „Felicitas Kunterbunt“ standen die Darsteller „aus allen Erdteilen“ gemeinsam mit Musikern und Sängern auf der Bühne der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. Es gab viel verdienten Applaus für die Mitwirkenden. © Foto: Jost Schmidtchen

Von Jost Schmidtchen

Hoyerswerda. Endlich! Nach langer Probezeit gelang es, unter Gesamtleitung der Musik- und Kunstschule Bischof in Hoyerswerda das Musical „Felicitas Kunterbunt“ aufzuführen. Partner der Bischofs waren neben der hauseigenen Musicalklasse der Kinderchor der Grundschule „Am Park“ und das Ballett der Lausitzhalle e. V. Der Text zum Musical stammt vom langjährigen Leiter der Oberschule Schleife, Wolfgang Goldstein, die Musik von Axel und Patrick Schulze.

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Ein Fall hätte alles zunichte gemacht

André Bischof verwies im Gespräch mit TAGEBLATT auf die komplizierten und schwierigen Bedingungen der 1½-jährigen Probezeit. Ursprünglich sollte die Produktion schon im Herbst 2020 über die Lausitzhallenbühne gehen. Doch erst im Sommer 2021 konnten die Online-Proben in den normalen Probebetrieb überführt werden. Selbst da schwebte noch das Damoklesschwert von Corona über den 100 Mitwirkenden: „Hätte es auch nur einen positiven Testfall gegeben, wären wieder alle Mühen umsonst gewesen. Ein solcher Fall trat, Gottseidank nicht ein“, so André Bischof. Somit konnte am vergangenen Freitag und Sonnabend nach langem Bangen das Musical aufgeführt werden. Die Aufführung wurde ein voller Erfolg. Gefördert durch den Landkreis Bautzen war es möglich, am Freitagvormittag zu ermäßigten Preisen zwei Schüleraufführungen zu veranstalten. Die waren gemäß den Bedingungen ausverkauft: 1.000 Kinder waren gekommen. Ebenso ausverkauft war die öffentliche Vorstellung am Sonntag. Unter den Besuchern natürlich viele Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder und Verwandte.

Den kleinen und großen Besucher werden in der Handlung spielend ernste Probleme der heutigen Welt nahe gebracht. Davon kündet das Geschichtenlied „Wir sind alle Kinder dieser Welt“. In einer Spielzeugtruhe wohnen Puppen und Tiere friedlich zusammen. Bis eines Tages eine Mitbewohnerin auftaucht: Felicitas! Die Neue wird schnell ausgegrenzt, weil sie bunt gekleidet und schrill ist. Felicitas’ Versuche, in ihrem neuen Heim Freunde zu finden, scheitern an Arroganz, Angst und Missgunst der anderen. Da greift Rabador (Lilly Städtke), der große Zauberer, ins Geschehen ein: Er versperrt die Truhe und damit das Zuhause aller mit einem Zauberschloss. Bald wird klar, dass der passende Schlüssel nicht im Kinderzimmer zu finden ist. Felicitas Kunterbunt (Luca Maria Oczkowski) und Detektiv Franz Findig (Bonnie Fischer), beide waren bereits bei der Aufführung des Musicals in der Lausitzhalle vor zehn Jahren dabei, aber in anderen Rollen, begeben sich nun mit Hilfe eines Zauberbuches auf eine Reise um die Welt, um von jedem Kontinent der Erde ein Stück für den geheimnisvollen Schlüssel zusammenzutragen. Bei ihrem musikalischen Abenteuer (das Musical vereint 14 Geschichtenlieder und Tänze), treffen sie auf Piraten und Indianer, auf einen Drachen, aber auch auf vom Klimawandel gefährdete Tiere: den kleinen Eisbären und die Pinguine, deren Heimat immer mehr schrumpft; auf Georg, den Gorilla, und auf ein Känguru. Für alle gibt es ein Lied oder einen Tanz.

Botschaft: „Hinsehen und Helfen“

Die Botschaft des Musicals „Hinsehen und Helfen“ hatten die Besucher sehr wohl verstanden: Wenn die Welt zusammenhält, findet sich jeder Schlüssel. 100 Kinder und Jugendliche so vereint auf die Bühne zu bekommen, war eine große Leistung. Schauspieler, der Kinderchor und das Ballett boten eine geschlossene Leistung, für die die Bühne der Lausitzhalle erneut ein Super-Podium bot. Der Beifall war riesengroß, für alle Mitwirkenden gab es Blumen, manche Besucher hatten selbst Blumensträuße mitgebracht. Andrè Bischof fand im Jubel Worte des Dankes, vor allem an das Technikteam der Lausitzhalle und für alle Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel regelmäßig zu den Proben und Ballettstunden bringen und sie auch wieder abholen. „Ohne diese Unterstützung ginge nichts“, sagte er in bewegenden Worten.

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