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Hoyerswerda

Wieder mehr Vögel an Futterstellen

Sperlinge und Meisen bestimmen das Bild an den Vogelhäusern. Doch da fressen auch noch andere.

Eichelhäher gehören zu den größeren Besuchern der Vogelhäuser und sonstiger Futterplätze. Wenn das Angebot stimmt, sind bis zu 30 verschiedene Vogelarten anzutreffen.
Eichelhäher gehören zu den größeren Besuchern der Vogelhäuser und sonstiger Futterplätze. Wenn das Angebot stimmt, sind bis zu 30 verschiedene Vogelarten anzutreffen. © Foto: Herbert Schnabel

Am zweiten Januar-Wochenende fand zum elften Mal die vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) organisierte Stunde der Wintervögel statt. Daran beteiligten sich in Sachsen mehr als 11.300 Vogelfreunde und zählten in 7.413 Gärten 291.283 Vögel. Das sind im Durchschnitt 39,3 Vögel pro Garten. Herbert Schnabel von der Nabu-Ortsgruppe Wittichenau teilt diese Zahlen des Nabu mit. Wobei der Begriff „Garten“ sehr weit gefasst ist, denn alle in der Umgebung sichtbaren, vorbeifliegenden oder hörbaren Vögel werden mit erfasst. So kommt man auf mehr als 100 gezählte Arten. Am häufigsten wurden Haussperling, Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel gezählt, gefolgt von Elster, Grünfink, Rabenkrähe, Erlenzeisig und Bergfink. Herbert Schnabel selbst hat an drei verschiedenen Futterplätzen in Gärten in Keula, Hoske und Wittichenau die Vögel gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr waren weniger Meisen und keine Amseln zur Zählung anwesend. Es gab in der letzten Woche besorgte Anrufe von Vogelfreunden, da an ihren Futterhäusern kaum Vögel zu beobachten sind. Andererseits wurde gemeldet, dass die Vögel oft zahlreich nur für kurze Zeit an den Futterstellen anwesend waren. Die frostigen Temperaturen und Schneefälle der vorigen Woche haben aber wieder mehr Vögel an die Futterstellen in den Gärten gelockt. „So kann ich nun wieder täglich Meisen, Finken, Buntspecht, Zaunkönig und sogar Türkentauben an meinem großen Futterplatz im Garten beobachten. Auch an einer Futterstelle in Spohla sind täglich mehr als 50 Vögel gleichzeitig anwesend“, freut sich Herbert Schnabel. Viele Meisen, Stare, Grün- und Buchfinken, auch Amseln und Wacholderdrosseln holen sich seiner Beobachtung nach ihr Futter. Sogar eine Mönchsgrasmücke wurde gesichtet, ein in der Region sehr seltener Überwinterer. Je nach Standort der Vogelfütterung können bis zu 30 verschiedene Arten angetroffen werden. Wichtig ist laut Herbert Schnabel ein breites Futterangebot in Form von verschiedenen Samen, Nüssen, Äpfeln und ungesalzenem Fett. Früchtetragende Sträucher, Obstbäume oder Misteln bieten ebenfalls begehrte Nahrung. Für Insektenfresser kann man das liegengelassene Laub freilegen und den Komposthaufen vom Schnee befreien und etwas umgraben. Gern nutzen die Vögel Futterstellen, welche an Hecken oder Koniferen angrenzen. Dorthin können sie beim plötzlichen Angriff eines Sperbers flüchten und auch in Ruhe fressen.

Herbert Schnabel, der viele Jahre Ranger im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft war, lenkt den Blick aber auch schon voraus. „Schon bald beginnt bei einigen Vogelarten die Balz. Erste Meisengesänge, das Trommeln der Spechte und nächtliche Rufe der Waldkäuze sind bereits zu hören. Das Vogeljahr hat begonnen.“ (red/US)

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Bei den Temperaturen am vergangenen Wochenende plustert sich diese Blaumeise entsprechend auf.
Bei den Temperaturen am vergangenen Wochenende plustert sich diese Blaumeise entsprechend auf. © Foto: Herbert Schnabel
Ein Feldsperling, aufgenommen an einem Vogelfutterplatz in Spohla.
Ein Feldsperling, aufgenommen an einem Vogelfutterplatz in Spohla. © Foto: Herbert Schnabel

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