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Hoyerswerda

Polizei warnt vor Paket-Masche

Polizeiliche Vorkommnisse in Hoyerswerda und dem Umland

© Symbolfoto: SZ Archiv

Landkreis Bautzen. Zahlreiche SMS mit gefährlichen Inhalten sind in den vergangenen Tagen auf Smartphones im Kreis Bautzen versendet worden. Darin heißt es „Ihr Paket kommt an“ – dann werden die Empfänger dazu aufgefordert, die Sendung über einen Link zu verfolgen. Die Polizeidirektion Görlitz warnt vor diesen SMS. Wer sie erhält, sollte auf keinen Fall auf den enthaltenen Link klicken. Das beschriebene Vorgehen sei bekannt – und werde als Smishing bezeichnet, was für SMS und Phishing, also Datenabfischen per SMS steht, erklärt Polizeisprecher Kai Siebenäuger. „Hinter dem Link verbirgt sich offenbar eine Android-Anwendung, die sich Chrome nennt und sich mit dem Icon des Google Chrome-Browsers darstellt.“ Tatsächlich handele es sich dabei aber um einen Trojaner, also Schadsoftware, die von Hackern dazu genutzt wird, um Zugang zu fremden Systemen zu bekommen.

Kai Siebenäuger erklärt, dass sich diese gefährliche Smartphone-Anwendung anfangs als Webbrowser ausgibt – dann aber verschwindet. Weg ist sie aber nicht wirklich. Stattdessen stellt sie dann Funktionen zur Verfügung, um von der Ferne aus das Mobiltelefon zu steuern und Daten abzufangen. „Ebenso kann die Anwendung dazu genutzt werden, um im Namen oder auf Rechnung des Mobiltelefoninhabers Aktionen auszuführen“, erklärt Siebenäuger.

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Und nicht nur SMS mit dem Inhalt „Ihr Paket kommt an“ kursieren, teilt die Polizei mit. Auch SMS mit vermeintlich zu entrichtenden Zollgebühren werden verschickt – ebenfalls mit einem gefährlichen Link. Die Polizei prüft die Vorfälle.

Was können Betroffene also tun? „Ein Aktivieren des Links durch Klick ist unbedingt zu vermeiden“, sagt Kai Siebenäuger. Betroffene sollten das Gerät ausschalten. Die Aktivierung des Flugmodus dürfte nicht ausreichend sein, vermutet die Polizei. Und dann? Wer Sorge hat, sich den Trojaner bereits aufs Handy geladen zu haben, der sollte das Gerät von einer Fachperson überprüfen lassen, rät die Verbraucherzentrale Sachsen. Es sei möglich, das Gerät zu formatieren. Weil aber unklar ist, ob das ausreicht, sei diese Prüfung notwendig. (SZ)

Einbrecher erbeuten Geld

Lauta. Bei einem Einbruch in ein Wohnhaus an der Westfalenstraße in Lauta haben Unbekannte am Sonntag mehr als 2.000 Euro Bargeld erbeutet. Zudem verursachten die Täter, die am Tag zwischen 10.30 Uhr und 18.30 Uhr zuschlugen, einen Sachschaden von etwa 200 Euro. Eine Streife des Reviers Hoyerswerda nahm die Anzeige entgegen. Am Montag sollte ein Kriminaltechniker zum Einsatz kommen und Spuren sichern. (su/US)

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