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Premiere für Tiefblechensemble

Vier junge Männer aus verschiedenen Städten studieren in verschiedenen Gegenden Musik. Und doch musizieren sie gemeinsam.

Donath Rehm, Fritz Vogel, Adrian Wehle und Jonathan Walkow (v.l.n.r.) freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Konzert.
Donath Rehm, Fritz Vogel, Adrian Wehle und Jonathan Walkow (v.l.n.r.) freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Konzert. © Foto: Silke Richter

Von Silke Richter

Hoyerswerda. Der Bautzener Adrian Wehle ist 22 Jahre und studiert in Basel Posaune. Der gleichaltrige Jonathan Walkow stammt aus Dresden und studiert in Würzburg auch Posaune. Die Heimat von Donath Rehm liegt im erzgebirgischen Hormersdorf, in Berlin studiert der ebenfalls 22-Jährige Tuba. Last but not least: Unser Interview-Partner ist der 18-jährige Hoyerswerdaer Fritz Vogel, der momentan in Dresden Posaune studiert. Das Quartett gibt am heutigen Freitag in der Johanneskirche sein erstes großes Konzert.

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Wie und wo habt ihr euch kennengelernt?

Wir kennen uns aus dem Landesjugendorchester Sachsen, wo wir 2017 das erste Mal gemeinsam musiziert haben. Adrian, Jonathan und ich gingen gemeinsam auf das Landesgymnasium für Musik in Dresden zur Schule und kannten uns quasi schon vorher. Donath hat dann mit seiner Tuba den Tiefblechsatz im Landesjugendorchester vervollständigt.

Was macht ihr seit der Zeit im Landesjugendorchester 2017?

Ich gehe immer noch im Landesmusikgymnasium zur Schule. Für mich kommt jetzt das letzte Schuljahr. Danach möchte ich auch Posaune studieren. Adrian ist seit 2018 an der Hochschule für Musik Basel und Donath an der Universität der Künste in Berlin. Sie studieren dort Ihre Instrumente. Jonathan ist seit 2019 an der Hochschule für Musik in Würzburg und studiert ebenfalls Posaune.

Warum habt ihr euch für den Namen „Tiefblechensemble“ entschieden und was bedeutet er?

Der Name hat sich aus unserer Funktion, die wir vorher im Landesjugendorchester Sachsen hatten, ergeben. Tiefblechensemble ist die Kombination aus der Satzbezeichnung im Orchester und der Ensembletätigkeit, die wir jetzt ausüben. Im Orchester sind wir die tiefsten Blechblasinstrumente und bilden das Fundament.

Wie und wann kam es zu der Gründung des Ensembles?

Wir kannten uns ja schon untereinander und hatten Lust, Musik im Ensemble zu machen. Da unsere Besetzung im Orchester standardmäßig verwendet wird, ist es auch mal interessant, im Ensemble eigenständige Literatur zu spielen. Wir hatten dann Anfang des Jahres die Idee, eine gemeinsame Probenphase zu machen und gemeinsam zu musizieren. Das ist quasi unser erstes Projekt – das erste Mal in dieser Konstellation.

Wie viele Auftritte hattet ihr schon?

Da wir uns jetzt das erste Mal treffen, hatten wir noch keine expliziten Konzerte. Am Freitag das Konzert in der Johanneskirche ist in dieser Zusammensetzung quasi unsere Premiere.

Habt ihr einen Chef, wenn ja wer ist es?

Nein, wir haben keinen Chef. Da jeder von uns an anderen Studienorten lernt und andere Impressionen von seinen Lehrenden erhält, ist es spannend, gemeinsam etwas zu erarbeiten. Jeder macht mal Anmerkungen, wenn ihm etwas auffällt. Organisatorische Aufgaben sind ebenfalls aufgeteilt. Wir haben keine besondere Hierarchie.

Wie meistert ihr Meinungsverschiedenheiten oder Tiefpunkte?

Tiefpunkte hatten wir noch keine. Bei musikalischen Meinungsverschiedenheiten, also wie zum Beispiel eine Phrase am besten gestaltet werden soll, probieren wir aus und sprechen manchmal auch bei einem gemeinsamen Bier darüber. Am Ende ist eigentlich jeder damit zufrieden.

Was erwartet die Besucher am Freitag?

Ein buntes Programm aus verschieden charakterisierten Stücken und unterschiedlichen Epochen. Für jeden Besuchenden ist etwas dabei. Wir freuen uns auf unser erstes Konzert in der wohl eher seltenen Besetzung.

Wie sehen eure zukünftigen gemeinsamen Ziele aus?

Wir haben Spaß daran gemeinsam zu musizieren. Dementsprechend können wir uns sehr gut vorstellen weiter miteinander Musik zu machen, Erfahrungen zu sammeln und musikalische Ideen auszutauschen. Wir hoffen, noch gemeinsam viele Konzerte gestalten zu können.

Info: Das Konzert des Tiefblechensembles findet am heutigen Freitag um 17 Uhr in der Johanneskirche statt.

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