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VBH fängt Umlageerhöhungen ab

Die Strom- und Erdgaspreise bleiben auch im kommenden Jahr stabil. Eine Warnung haben die VBH dann aber doch.

Bis der Strom beim Kunden ist, legt er lange Wege zurück. Und dabei erhöhen etliche Umlagen mittlerweile seinen Preis erheblich.
Bis der Strom beim Kunden ist, legt er lange Wege zurück. Und dabei erhöhen etliche Umlagen mittlerweile seinen Preis erheblich. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Es ist gute Tradition bei den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda (VBH), zum Jahresende in einem Pressegespräch über die Entwicklung der Strom- und Erdgaspreise zu informieren, derweil an die Kunden bereits die entsprechenden Informationsschreiben rausgehen. In diesem Jahr unter Corona-Bedingungen fällt das Gespräch aus.

Dabei hat VBH-Geschäftsführer Wolf-Thomas Hendrich eigentlich gute Nachrichten: Die Arbeits- und Grundpreise für Strom- und Erdgas bleiben zum 1. Januar 2021 stabil. „Als kommunaler Energieversorger tun wir alles, um unsere Preise so günstig wie möglich zu halten und Planungssicherheit für unsere Kunden zu bieten“, betont er. Beim Strom konnte demnach die Erhöhung der Netznutzungsentgelte sowie mehrerer Umlagen durch verbesserte Beschaffungspreise ausgeglichen werden. Zudem wurde die EEG-Umlage durch die Deckelung des Gesetzgebers auf 6,500 Cent/kWh gesenkt.

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Gute Einkaufskonditionen

Auch beim Gas konnten Preissteigerungen für den Endverbraucher abgefangen werden. Der von der Bundesregierung beschlossene CO2-Preis kommt erstmalig im Jahr 2021 beim Erdgas zum Tragen. Er wird auf die Energieträger Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas erhoben und beträgt für kommendes Jahr 25 Euro/t CO2, was umgerechnet etwa 0,5 ct/kWh (brutto) entspricht. Das soll die Basis für die im Klimapaket festgelegten CO2-Reduzierungen bilden. „Aufgrund leicht gesunkener Einkaufskonditionen kann diese Abgabe ebenfalls für die Tarifkunden der Versorgungsbetriebe kompensiert werden, so dass sich am Preis nichts ändert“, so die Information der VBH.

Aufgrund steigender Nachfrage nach Öko-Strom bieten die VBH künftig den Tarif „VBH öko“ für Privatkunden an. Der soll nach Unternehmensangaben unter Beachtung gesetzlicher Umweltstandards zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Weiterhin garantieren die VBH die Produktion in zertifizierten europäischen Anlagen.

Unter falscher Flagge

Und wie in den Vorjahren hat es der örtliche Energieversorger auch derzeit wieder mit Personen bzw. Firmen zu tun, die sich bei VBH-Kunden telefonisch angeblich im Auftrag der Versorgungsbetriebe melden. Wahlweise werden kurzfristige Sperrtermine aufgrund von offenen Forderungen angedroht. Oder aber man will aktuelle Verträge ablösen mit der Behauptung, es würden derzeitige Vertragsgrundlagen erhalten bleiben, nur günstiger abgerechnet werden. Allerdings weisen die VBH darauf hin, dass sie mit ihren Kunden definitiv stets in Schriftform kommunizieren. Es sei denn, es handelt sich um ein direktes Beratungsgespräch in der Energiewelt am Lausitzer Platz. (US)

www.vbh-hoy.de

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