Hoyerswerda
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Verkaufsbeschluss als Basis für Neubau im WK IX

Hoyerswerdas Stadtrat hat die Veräußerung von knapp vier Hektar Grund und Boden mehrheitlich gebilligt.

Von Mirko Kolodziej
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Neubebauung des Areals zwischen Spremberger Chaussee, Stauffenberg-, Herrmann- und Scharnhorststraße
Neubebauung des Areals zwischen Spremberger Chaussee, Stauffenberg-, Herrmann- und Scharnhorststraße © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Für die in der ehemaligen Kita Regenbogen im WK IX lebenden Obdachlosen sucht die Stadt neue Unterbringungsmöglichkeiten. Es gebe Gespräche mit Wohnungsgesellschaft und LebensRäume-Genossenschaft, heißt es aus dem Rathaus. Denn die Ex-Kita soll im Zuge einer Neubebauung des Areals zwischen Spremberger Chaussee, Stauffenberg-, Herrmann- und Scharnhorststraße abgerissen werden. Gegen die Stimmen von Antje Naumann (Grüne) sowie Doreen Schwietzer (AfD) und bei Enthaltung durch Sebastian Dömmel (AfD) hat der Stadtrat am Dienstag den Verkauf von derzeit städtischen Grundstücken in diesem Bereich beschlossen, die insgesamt 41.900 Quadratmeter umfassen. Einbezogen ist auch die einstige Busbahnhofs-Fläche samt dem nebenan betriebenen Imbiss. Die Stadtkasse nimmt für das Land 350.000 Euro ein.

Erwerber ist die GEG Burgdorf XII GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Mario Halsdorfer. Ihm gehört im niedersächsischen Burgdorf ein Büro, das sich auf Projektentwicklung im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels spezialisiert hat. So zeichnet es aktuell für den Bau eines Einkaufszentrums mit Edeka, Aldi und Kik in Hartha verantwortlich. Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) sagt jedoch, es gehe im WK IX „nicht vorrangig um die Schaffung eines Einzelhandelsstandortes“.

Im Text zum Stadtratsbeschluss steht etwas von Mischgebietsnutzung mit Einzelhandel und Wohnbebauung. Die Stadt und die erwähnte GmbH streben einen städtebaulichen Vertrag an. Folgen sollen ein Bebauungsplan sowie eine Änderung des Flächennutzugsplans, der bisher landschaftsparkartige Strukturen vorschreibt.