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Wasserschutzpolizei soll bald einziehen

Das Gebäude des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See kann teilweise an künftige Nutzer übergeben werden.

Die Polizeigarage am Geierswalder See befindet sich im Obergeschoss, die Zufahrt erfolgt wie im Gebirge. Am 1. August soll die Wasserschutzpolizei hier ihren Dienst aufnehmen können.
Die Polizeigarage am Geierswalder See befindet sich im Obergeschoss, die Zufahrt erfolgt wie im Gebirge. Am 1. August soll die Wasserschutzpolizei hier ihren Dienst aufnehmen können. © Foto: Juliane Mietzsch

Elsterheide. Die Wasserschutzpolizei soll ihr Domizil am Geierswalder See zum 1. August 2021 in Betrieb nehmen können. Wie Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen, am Dienstag die Verbandsräte informierte, sind die Arbeiten am Obergeschoss des Gebäudes soweit fertiggestellt, dass Teilabnahmen erfolgt sind.

Der Zweckverband als Bauherr will daher das Obergeschoss zum 1. Juli an das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) übergeben. Das SIB wird sich für 15 Jahre plus Verlängerungsoption in das Objekt einmieten, damit die Polizeien der Länder Brandenburg und Sachsen hier ihre gemeinsame Wasserschutzpolizeiwache betreiben können. Bislang ist diese am Senftenberger See beheimatet. Eine Platzierung am Geierswalder See war frühzeitig vereinbart worden. Der Zweckverband und die LMBV hatten im Jahr 2020 mit dem Bau eines über drei Millionen Euro teuren Wasserwanderrastplatzes an der Südböschung des Geierswalder Sees begonnen. Wichtiger Bestandteil ist das größte bislang vom Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen in Angriff genommene Bauwerk – zweigeschossig mit einer Nutzfläche von rund 180 Quadratmetern je Etage. Das ist genug Platz für einen Sanitärtrakt mit Duschen und Toiletten, einen Mehrzweckraum mit Kochgelegenheit und das Hafenmeisterbüro im Erdgeschoss sowie eine Doppelgarage und die Wache mit zwei Büros der Wasserschutzpolizei im Obergeschoss. Innerhalb eines Jahres sollte das Multifunktionsgebäude aus dem Boden gestampft werden. Der Wunschfertigstellungstermin im April 2021 konnte aufgrund des bauunfreundlichen Winters nicht gehalten werden. Nun wird es für die Polizei also ein Umzug mitten in der Saison. Das Büro des Hafenmeisters kann voraussichtlich erst Ende des Jahres bezogen werden, da zuvor Arbeiten an den Außenanlagen abgeschlossen werden müssen. Sie beginnen offenbar in der kommenden Woche. Ansonsten sind im Untergeschoss des Gebäudes derzeit Klempner und Fliesenleger im Einsatz. Dieser Baufortschritt wiederum entspricht der ursprünglichen Planung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen.

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Für die Bewirtschaftung des Wasserwanderrastplatzes hat der Zweckverband von einer Kommunalberatungsfirma verschiedene Betreibermodelle untersuchen lassen, mit dem Ziel, das Einnahmepotenzial des Verbandes zu stärken. Erste Ergebnisse liegen nun vor, sagte der Verbandsvorsitzende Michael Harig am Dienstag. Demnach wird beispielsweise empfohlen, den mit 18 Stellplätzen recht kleinen Campingplatz nicht selbst zu betreiben, sondern zu verpachten. Einen Grundsatzbeschluss zur Bewirtschaftung von Verbandsanlagen hat die Verbandsversammlung am Dienstag im Saal der Gemeindeverwaltung der Elsterheide beschlossen.

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