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Hoyerswerda

Zwei Kamenzer holen die Kart-Meisterschaft

Beim Saisonfinale der Mini- Boliden starteten 100 Teilnehmer in den diversen Klassen.

Volle Konzentration am Start bei Nieselregen: Rick Hartmann (MC Lohsa) holte einen 2. Platz und einen Sieg – in summa die KZ-2-Sachsenmeisterschaft.
Volle Konzentration am Start bei Nieselregen: Rick Hartmann (MC Lohsa) holte einen 2. Platz und einen Sieg – in summa die KZ-2-Sachsenmeisterschaft. © Foto: Werner Müller

Von Werner Müller

Lohsa. Am vergangenen Wochenende fand in Lohsa das letzte Rennwochenende des Ostdeutschen ADAC-Kartcups (OAKC) und der Kart-Classic-Trophy (KCT) statt. Die Ergebnisse dieser Rennserien, an denen auch Lohsaer teilgenommen haben, werden demnächst nachgereicht. Heute geht es vor allem um die Sachsenmeisterschaft, für die in den jeweiligen Klassen die OAKC- und KCT-Läufe herangezogen werden (2020 Lohsa im Frühjahr und Herbst sowie Mülsen) – und es geht um das Lutz-Döpmann-Memorial, das der Lohsaer Bahnbetreiber und Rennserienleiter Mathias Lesch ins Leben gerufen hat, um an den Mann zu erinnern, der nach der Wende ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dass der Kartsport in Sachsen am Leben blieb und eine neue Blüte erlebte. Aber Lutz Döpmann verstarb völlig überraschend am 6. November 2012. Der Wanderpokal seines Namens wird immer zum Saisonfinale in Lohsa ausgefahren – ihn erhält der klassenübergreifend beste Fahrer des Rennwochenendes.

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Gastfahrer bereicherten das Feld

Am Start waren bei durchwachsenem Wetter (teils Nieselregen, der höchste Konzentration forderte) knapp 100 Fahrer in den unterschiedlichsten Rennklassen. Teils waren es Mini-Felder, teils aber auch sehr gut besetzte; vor allem, weil auch Gastfahrer, die nicht die komplette Serie der OAKC oder KCT mitfahren hatten wollen, diesmal ins Rennkart stiegen.

Aus Lohsaer Sicht herausragend waren natürlich die beiden Sachsenmeistertitel, die die Kamenzer Hartmann-Brüder für den MC Lohsa erkämpften. Rick Hartmann holte sich den Sieg in der Gesamtjahreswertung der Klasse KZ2 (125-ccm-Schaltkarts, die als aktuelle Modelle auch den OAKC austragen). Schon beim Zeittraining hatte er ein gutes Gefühl gehabt. Im ersten Rennen des Tages wurde er „nur“ Zweiter, aber im zweiten holte er sich den Sieg. Das reichte in der Addition der Punkte mit den Zählern des Frühjahrsrennens in Lohsa und dem Wettbewerb in Mülsen, um sich die Sachsenkrone aufzusetzen. Sein Bruder Nils Hartmann holte sich den Titel der „Schnapsglasklasse“ 50 ccm bei den historischen Gefährten, die in der KCT unterwegs sind.

Den Lutz-Döpmann-Wanderpokal eroberte Moritz Wippler aus Dresden, der in seiner Klasse OK Junior (getriebelos / 100 ccm) dominierte und in der Koeffizientenrechnung (erreichte Punkte und Teilnehmerfelder der jeweiligen Klasse wurden ins Verhältnis gesetzt) vorn war.

Nach dem Rennen zeigten sich besonders Camillo Rößiger als Rennleiter und Mathias Lesch als Organisationsleiter mit dem Wochenende zufrieden: „Allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben gilt mein großer Dank – aber auch den Fahrern und Zuschauern, welche insgesamt die Maskenpflicht und die Abstands- sowie Hygieneregeln eingehalten haben.“

Lohsa bleibt Kart-Zentrum

Dem MC Lohsa gehören 50 aktive Mitglieder an. Jährlich organisiert der MC drei größere Veranstaltungen auf der hauseigenen Rennpiste. Wegen Corona waren es in diesem Jahr nur zwei: der Start zur Kartsaison 2020 im Frühjahr und jetzt am Wochenende das Finale vor der Winterpause. „Lohsa ist nach wie vor ein Zentrum des Kartsports in Ostdeutschland, und wir denken, dass wir im nächsten Jahr wieder voll durchstarten.

Nicht ganz so glücklich war Christoph Schleßiger, der nunmehr entthronte Vorjahresgewinner des Lutz-Döpmann-Pokals und gewesene KZ-2-Sachsenmeister: „Ich war 2020 nur zweimal am Start; jeweils als Gaststarter in Mülsen und Lohsa. Ich persönlich werde vorläufig pausieren. Ich bin dabei, ein Team neu aufzubauen – unter dem Namen «CS Dresden». Wir waren am Wochenende mit sechs Sportlern in den verschiedenen Klassen unterwegs. Wir waren nicht so erfolgreich, denn aller Anfang ist schwer. Aber wir hoffen, demnächst auf dem Siegerpodest zu stehen.“

Und ein eindeutiges Bekenntnis zum hiesigen MC gab’s auch: „Wir sind weiterhin Mitglied im MC Lohsa und werden auch auf der Kartbahn in Lohsa trainieren und starten.“ (mit JJ)

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