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Unter Zerres Windrädern sollen Solar-Module stehen

Spreetals Gemeinderat hat zumindest erst einmal den Weg für die nötigen Planungen freigemacht.

Die ersten Anlagen des Windparks auf der sogenannten Trattendorfer Hochkippe – hier 2012 – sind schon vor anderthalb Jahrzehnten ans Netz gegangen.
Die ersten Anlagen des Windparks auf der sogenannten Trattendorfer Hochkippe – hier 2012 – sind schon vor anderthalb Jahrzehnten ans Netz gegangen. © Foto: Ralf Grunert

Spreetal. Gleich zwei Gäste von zwei Firmen, die sich mit regenerativen Energien beschäftigen, stellten im Spreetaler Gemeinderat jetzt ein Vorhaben vor, das auf der Zerrer Hochkippe geplant ist. Vera Callsen-Bracker arbeitet für die im friesischen Reußenköge beheimatete GP-Joule-Gruppe, die bereits einen Solarpark in Meuro betreibt und in Schipkau einen ganzen Energiepark errichten will. Stefan Baschel ist für das Regensburger Unternehmen Ostwind tätig, das in der Region schon verschiedene Windräder stehen hat. „GP Joule und Ostwind planen den Bau eines Solarparks in Zerre“, heißt es in Unterlagen, die dem Gemeinderat vorlagen. Vorgesehen ist, bis zu 200.000 Solar-Paneele unterhalb der jetzt schon auf der Kippe stehenden Windräder zu platzieren. Ohne Widerspruch blieb das bei der Ratssitzung im Gründer- und Gewerbezentrum Dock³ in Schwarze Pumpe nicht. „Die Fläche ist derzeit CO-2-neutral, weil Wald darauf steht“, meinte Thomas Kappert (Wählervereinigung), von Beruf Förster. Er befürchtet auch, dass nach Fällungen die abgelagerte Asche freiliegen und es so zu Erosion kommen könnte. Matthias Müller (Wählervereinigung) fragte nach Flächen für Ersatzpflanzungen. Schließlich geht es um ein Areal mit stattlichen 75 Hektar Größe.

Bürger-Mitbeteiligung denkbar

Norbert Meyer (Wählervereinigung) wollte wissen, ob denn eine wirtschaftliche Beteiligung der Anrainer möglich wäre, die in der Regel die Akzeptanz von Sonnen-Kraftwerken erhöht. Vera Callsen-Bracker bejahte das. Werner Reeb (Wählervereinigung), der auch Ortsvorsteher von Spreewitz und Zerre ist, erinnerte an Pläne, weitere 13 Windräder aufzustellen, die auf wenig Gegenliebe gestoßen waren: „Da wäre das jetzt die vernünftigere Variante.“ Freilich sei man nicht unbedingt begeistert, wenn nun Wald verschwinden soll. Bei zwei Gegenstimmen machte der Gemeinderat schließlich den Weg für die nötige Änderung des Bebauungsplanes frei.

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Nach den Zeiträumen, die Vera Callsen-Bracker für Planung und Bau genannt hat, dürfte der Solarpark, wenn er denn entsteht, wohl kaum vor dem Jahr 2023 Strom ins nahe 110-Kilovolt-Netz liefern.

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