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VdK ist ab 2022 Träger der Kitas in der Gemeinde Lohsa

Der Gemeinderat hat sich einstimmig entschieden, den Sozialverband mit dieser wichtigen Aufgabe zu betrauen.

Die Kita "Märchenland" in Lohsa ist in einem denkmalgeschützten Haus untergebracht.
Die Kita "Märchenland" in Lohsa ist in einem denkmalgeschützten Haus untergebracht. © Foto: CSB

Lohsa. Der Sozialverband VdK Sachsen wird ab 2022 neuer Träger der vier Kindertagesstätten in der Gemeinde Lohsa. Einstimmig fasste der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung diesen Beschluss. „Wir haben lange und intensiv beraten. Die Entscheidung ist sorgfältig getroffen“, unterstrich Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU).

Der bisherige Träger seit 2011, das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen, hatte die Trägerschaft für die Kitas „Märchenland“ in Lohsa, „Spreemäuse“ in Weißkollm, „Koboldland“ in Groß Särchen und „Koboldland“ in Steinitz zum 31. Dezember 2021 aufgekündigt. Die Gemeinde schrieb im ersten Quartal dieses Jahres neu aus. „Insgesamt bewarben sich acht Interessenten frist- und formgerecht. Drei Bewerber kamen in die engere Wahl und stellten sich vor“, erläuterte der Bürgermeister. Eine sogenannte Bewertungsmatrix mit 20 Kriterien diente als Grundlage für die Entscheidung. Dabei ging es um inhaltliche Details wie das Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungskonzept, das finanzielle Konzept, die Personalangelegenheiten bis hin zu Intensionen für die Zusammenarbeit zwischen Träger, Kommune, Grundschule und Tagespflege. Intensiv eingebunden war das Jugendamt des Landkreises Bautzen. „Ebenso haben wir Elternvertreter aller vier Tagesstätten mit eingebunden“, sagte der Bürgermeister und unterstrich: „Bei der Entscheidung haben wir viel Wert auf Fragen der Inhalte, der Betreuung und der Sicherheit gelegt.“ Die Entscheidung fiel auf den VdK Sachsen. Unverändert bleibt der Personalschlüssel in den vier Kitas. Auch beim Landeszuschuss und bei der Kinderzahl gibt es keine gravierenden Veränderungen. Bestehen bleiben die Elternbeiträge für die Einrichtungen. Ralph Beckert, Landesgeschäftsführer des Sozialverbandes VdK Sachsen, freut sich über die einstimmige Entscheidung des Lohsaer Gemeinderates. „Das uns entgegengebrachte Vertrauen mit dieser Entscheidung ist eine gute Basis, um gemeinsam mit den Eltern, Erzieherinnen und dem Gemeinderat den Trägerwechsel gut zu gestalten“, schreibt er in einer Stellungnahme. Der VdK, so versichert er, will sich jetzt mit den Teams der Kindertagesstätten abstimmen. Dabei legt er Wert auf transparente Kommunikation und das Mitnehmen aller Beteiligten. In der Vermittlung von Bräuchen und Traditionen will der VdK auch die sorbischen Traditionen mit einbeziehen. „Wir freuen uns auf die neue Herausforderung“, betont Ralph Beckert.

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Seit mehr als 27 Jahren ist der Sozialverband VdK Sachsen ein politisch und konfessionell unabhängiger Träger sozialer Einrichtungen in Sachsen. Besonderen Wert legt er auf Inklusion. „Niemand wird aufgrund einer Behinderung, seines Alters, der sozialen Herkunft oder anderer persönlicher Merkmale benachteiligt“, unterstreicht der Geschäftsführer die Schwerpunkte Gleichstellung und Chancengleichheit. Inklusion, so betont er, heißt auch Integrierung von Kindern anderer Kulturen, anderer Migration, anderer Sozialisation. „Alle Kinder sollen nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten bestmöglich gefördert und unterstützt werden“, verdeutlicht der Geschäftsführer. Mit dieser Motivation hat sich der VdK in der Gemeinde Lohsa um die Trägerschaft beworben.

Der Sozialverband VdK Sachsen ist seit 1993 anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe. Er wird als Spitzenverband vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen vertreten. In Trägerschaft des VdK sind derzeit neun Kindertagesstätten mit insgesamt mehr als 1.200 Kindern. Viel Wert legt er auf den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule. Der VdK als neuer Träger will dabei unter anderem mit der Grundschule „Am Knappensee“ Groß Särchen gut zusammenarbeiten.

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