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Hoyerswerda

Hoyerswerdas Schulden sinken weiter

Innerhalb von knapp zwei Jahrzehnten hat die Stadt den Stand der Kredite mehr als halbiert.

Das Rathaus hat sich vorgenommen, jährlich eine Million Euro an Krediten zurückzuzahlen. © arteffective / Franka Schuhmann

Die Stadt Hoyerswerda hat sich für dieses und nächstes Jahr Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro vorgenommen. Allerdings sind sie wie in den Vorjahren weniger aus eigener Kraft zu stemmen, sondern vor allem aufgrund staatlicher Unterstützung. „Die Zuweisungen, die wir bekommen, entsprechen im Wesentlichen den Möglichkeiten, etwas zu investieren“, erklärte OB Stefan Skora (CDU) am Donnerstagabend im Neuen Rathaus.

Er hatte dorthin zur Einwohnerversammlung eingeladen, um die Eckdaten für den Doppelhaushalt 2019/20 vorzustellen, der dem Stadtrat in zehn Tagen zur Abstimmung vorliegen wird. Das Interesse der Bevölkerung hielt sich in Grenzen. Von den 25 Personen im Saal waren elf Mitarbeiter der Verwaltung, fünf Angehörige des Stadtrates, zwei weitere Kandidaten für die Stadtratswahl am 26. Mai, zwei Journalisten und einer Ortsvorsteher. Bis zum Donnerstag kann jeder Bürger der Stadt im Rathaus Kritiken, Hinweise und Einwendungen zum Etatentwurf abgeben, die dann vom Stadtrat bewertet werden müssen.

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Gehören zu den großen Investitionen die Errichtung der Oberschule im WK I, der Umbau der Altstadt-Oberschule zum neuen Gebäude für die Handrij-Zejler-Grundschule oder der Neubau für die Kita „Krabat“ in Schwarzkollm, will die Stadt auch weiterhin Schulden abbauen. Der Stand der Kredite hatte 2001 mit 60 Millionen Euro das Maximum erreicht. Seither sinkt die Verschuldung stetig. Ein statistischer Anstieg von 2016 zu 2017 erklärt sich aus einer Zwischenfinanzierung im Zusammenhang mit einer Umschuldung. Zum Jahresende 2020 soll die Stadt jedenfalls laut Planung nur noch mit 24,2 Millionen Euro in der Kreide stehen. 

Man strebe weiter einen Schuldenabbau von jeweils einer Million Euro im Jahr an, „um Freiräume für die Zukunft zu haben“, wie Skora sagt. Gemeint ist der Umstand, dass weniger Schulden gleichzeitig weniger Zinsen bedeuten. Zwar hilft in diesem Zusammenhang auch die weiter anhaltende Niedrigzinsphase. Aber zum Vergleich: 2001 hatte die Stadt noch mehr als drei Millionen Euro zu zahlen. Dieses Jahr sollen es den Planungen zufolge lediglich noch 331.000 Euro sein.