merken

Identität des Todesfahrers geklärt

Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des Unfalls Ende Juni in Neueibau dauern noch an.

© SZ

Von Markus van Appeldorn

Neueibau. Der Unfall am frühen Morgen des 29. Juni erschütterte viele Menschen im gesamten Landkreis. Nun konnte die Identität des getöteten Fahrers zweifelsfrei geklärt werden. „Es handelt sich um den 21-jährigen Sohn der Fahrzeughalterin“, teilte die Polizeidirektion Görlitz nun auf SZ-Anfrage mit. Die Halterin des Fahrzeugs war eine Frau aus Leutersdorf. Der junge Mann war in dem Autowrack bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Deshalb konnte nur ein DNA-Abgleich die Identität klären. Dabei hat sich die Vermutung der Polizei bestätigt.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

Der junge Mann war gegen sechs Uhr morgens mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch Neueibau gerast. Kurz nach dem Ortsschild verlor er aus noch unbekanntem Grund die Kontrolle über den schweren BMW 735i (238 PS). Das rund 18 Jahre alte Gefährt geriet von der Fahrbahn ab und durchschlug mit hohem Tempo das Wartehäuschen der dortigen Bushaltestelle. Die Todesfahrt endete an der gemauerten Ecke einer benachbarten Garage. Das Fahrzeug ging direkt nach dem Aufprall in Flammen auf und brannte komplett aus. Der junge Fahrer, der wahrscheinlich schon den Aufprall nicht überlebte, wurde in dem Wrack eingeklemmt. Das Fahrzeug hatte sich völlig in der Garage verkeilt. Der Fahrer konnte erst Stunden nach dem Unfall aus dem völlig verkohlten BMW geborgen werden. Die Garage ist seit dem Unfall einsturzgefährdet.

Die Anwohner in Neueibau beklagen schon lange, dass auf der Durchgangsstraße zu viele Raser unterwegs sind. Eine Nachbarin des Garagenbesitzers berichtete der SZ, dass schon wiederholt Autos in ihrem Vorgarten gelandet seien. Besonders erschüttert zeigten sich die Nachbarn des Unfallorts über die völlig zerstörte Bushaltestelle. „Zehn Minuten später und die Haltestelle hätte voller Schulkinder gestanden. Das hätte niemand überlebt“, sagte ein Anwohner. Teile der Beschilderung der mittlerweile wieder halbwegs instand gesetzten Haltestelle wurden durch die Wucht des Aufpralls 50 Meter weit weg geschleudert. Der 29. Juni war der letzte Schultag vor den Sommerferien.