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Immer entlang der Kleinen Spree

Die Winterwanderung führte nach Spreewitz und zurück.

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Die Burgneudorfer Wandergruppe, die an der Kleinen Spree entlang nach Spreewitz unterwegs war.
Die Burgneudorfer Wandergruppe, die an der Kleinen Spree entlang nach Spreewitz unterwegs war. © Foto: Horst Kruscha

Burgneudorf. Bei strahlendem Sonnenschein und sechs Grad minus begann die diesjährige Burgneudorfer Winterwanderung. Entlang der Kleinen Spree führte sie in Richtung Spreewitz. In der vegetationsfreien Zeit sind entlang des Flusses viele Bäume gefällt worden. Wanderleiter Eckhard Burghausen, Oberförster im Ruhestand, wusste, warum: Die Fällungen sind der Auftakt zum Ausbau des Flüsschens. So sollen vom Auslauf des Bernsteinsees bis zur Mündung in die Hauptspree einmal sieben Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen können statt der derzeit maximal möglichen anderthalb Kubikmeter. Erst mit dem Erreichen dieser Durchflussmenge wird das Speichersystem mit Bernsteinsee, Dreiweiberner See und Lohsa II voll wirksam werden.

Vorbei ging es an den vom Bergbausanierer LMBV installierten Horizontalfilterbrunnen auf dem Froschradwanderweg in Richtung Spreewitz. Dort galt das Interesse dann dem denkmalgeschützten Wasserturm am Bahnhof. Der 30 Meter hohe Turm hat seit dem Sommer einen neuen Eigentümer. Im Juni wurde er in Dresden versteigert. Für 16 500 Euro ging das Bauwerk weg – an wen, war dazumal nicht zu ergründen. Dafür ist so einiges aus der Geschichte des Spreewitzer Bahnhofs bekannt. Er wurde Mitte der 1950er-Jahre errichtet und war zu Zeiten des mit voller Kapazität produzierenden Gaskombinates Schwarze Pumpe der größte Kohleumschlagplatz der DDR. Die Züge mit Briketts und Koks wurden dort von der Werkbahn des Kombinates an die Deutsche Reichsbahn übergeben. Bis 1968 führte am Bahnhof auch der Personenverkehr von Hoyerswerda nach Schwarze Pumpe vorbei.

Nach Erreichen des Froschteiches in Spreewitz kehrten die Gruppe zurück nach Burgneudorf. Tour-Schlusspunkt war das gemeinsame Mittagessen im Vereinshaus.