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Investorensuche für Lederfabrik gefordert

Ein Ex-Stadtrat spricht sich gegen den Abriss aus. Wenn die Stadt Freital nicht sanieren will, sollen Privatleute übernehmen.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. In der Debatte um die Zukunft der Lederfabrik gibt es einen neuen Vorschlag. Er kommt von Christian Epperlein, Ex-Stadtrat für die FDP und Teil des Kreisvorstandes der Liberalen. Der Freitaler macht sich für einen Erhalt des baufälligen Hauses stark und fordert die Stadt auf, auf Investorensuche zu gehen. Die Planung und der Bau eines Hauses unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Fassade sowie die Sanierung des Grundstückes sollen öffentlich ausgeschrieben werden, schreibt er. Der 68-Jährige sieht da einen entscheidenden Vorteil. „Ein privater Investor geht zwangsläufig von einem wirtschaftlich tragbaren Ansatz und einer wirtschaftlichen Nutzung des Investitionsvorhabens aus.“

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Die Stadt Freital, der das Grundstück und das Gebäude gehören, verweist immer wieder darauf, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht machbar sei. Deswegen favorisiert die Rathausspitze einen Abriss.

Epperlein will das verhindern. „Mit der Entscheidung zum Abriss der Lederfabrik als Ganzes, also auch der Fassade, wäre eine Chance vertan, eine ästhetische und deshalb denkmalgeschützte Industriearchitektur der Lederfabrik als Zeugnis der städtebaulichen Entwicklung vom Industriestandort Freital des 19./20. Jahrhunderts hin zur Moderne insbesondere für die junge Generation zu erhalten.“ Er sieht die Lederfabrik als wichtigen Teil des neuen geplanten Zentrums mit dem Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Sächsischen Wolfes und dem City-Center.

„Ich bin als ehemaliger Stadtrat fest überzeugt und optimistisch, dass mit Kreativität und Energie private Investoren dieses bautechnisch sehr anspruchsvolle in vielerlei Hinsicht höchst interessante Vorhaben trotz erhöhter Investitionskosten zum Wohle der Bürger Freitals umsetzen werden.“ Die mutigen Visionäre in Verwaltungsspitze und Stadtrat seien hier gefordert. (SZ/win)