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Kamenz richtig wahrnehmen

Das Projekt „Stadt-Raum-Kunst“ hat begonnen. Das Zentrum steht im Fokus – wie auch beim Herbstfest.

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© Matthias Schumann

Von Frank Oehl

Kamenz. Wie schmeckt eine Stadt wie Kamenz? Wie fühlt sie sich an? Was könnten die eher abschottenden Fassaden vom Leben dahinter berichten? Mit einer Wahrnehmungswerkstatt startete am Sonntag das Projekt „Stadt-Raum-Kunst“. Rainer Düvell und Karsten Feucht hatten mitten auf den Markt geladen, und etwa 25 Leute waren gekommen. Unter ihnen Wolfgang Melzer aus Steina. „Für mich ist Kamenz die Kulturstadt der Westlausitz, die noch viel Potenzial hat.“ Er weiß, wovon er spricht, schließlich organisiert er das Poetenbrettl im Safe-Club. Mit einem „Wahrnehmungsinstrument“ aus den bereits in Deutschbaselitz bewährten Transform-Koffern ausgestattet, machte sich also auch Dr. Melzer auf den Stadtspaziergang. Was ist ihm aufgefallen? „Plötzlich ging in einer Häuserfront ein Garagentor auf und man konnte 30 Meter weiter bis in den Garten schauen. Das war beeindruckend.“ Wie auch das kleine Schild an anderer Stelle: „Sorry privat!“ Rainer Düvell wollte das „Sorry“ als Zeichen der Scham verstehen, aber Wolfgang Melzer ließ dies in der Auswertungsrunde nicht gelten: „Ich habe das eher als höhnische Abgrenzung gelesen.“

Denkmaltag in Kamenz: Trödeln, Staunen und Flanieren

Beim Trödelmarkt in Kamenz fand so mancher ein Schnäppchen.
Beim Trödelmarkt in Kamenz fand so mancher ein Schnäppchen.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten. Auch Musik gab es.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten. Auch Musik gab es.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen  sich die Besucher nicht lange bitten.
Bei Herbstfest und Trödelmarkt in Kamenz ließen sich die Besucher nicht lange bitten.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Stadtspaziergang und die Wahrnehmungswerkstatt fanden ebenfalls Interesse.
Kamenz mal in anderem Rahmen
Kamenz mal in anderem Rahmen
Besucher zum Tag des offenen Denkmals - hier in der Katechismuskirche.
Besucher zum Tag des offenen Denkmals - hier in der Katechismuskirche.
Besucher zum Tag des offenen Denkmals - hier in der Katechismuskirche.
Besucher zum Tag des offenen Denkmals - hier in der Katechismuskirche.
Tag des offenen Denkmals - Gudrun Schäfer genießt den Blick vom Turm der Hauptkirche St. Marien.
Tag des offenen Denkmals - Gudrun Schäfer genießt den Blick vom Turm der Hauptkirche St. Marien.

Auch andere Werkstattteilnehmer wie Gerd Lange vom Baselitzhaus-Verein oder Obi-Niederlassungsleiterin Mareen Haase nahmen die Kamenzer schon ab und zu als „verschlossen“ oder gar „engstirnig“ wahr, aber nicht auf Dauer. Die Obi-Chefin war mit einer Maske und einer Aktionskarte losgezogen. „Plötzlich war ich am Bäckereiteich mit dem neu angelegten Weinhang gelandet. Ich war noch nie dort und bin ganz begeistert von der Initiative.“ Und eine solche hat sich auch Peter Sondermann vorgenommen, der demnächst in den Ruhestand tritt. „Ich werde in der Innenstadt einen kleinen Laden aufmachen, wo man endlich auch am frühen Vormittag mal einen Espresso trinken kann.“ 

Gut gelungen

Welche Potenziale der Stadt noch auszureizen sind – genau das soll das Projekt „Stadt-Raum-Kunst“ bis Freitag ausloten. Michael Meler-ski wird rund um die Vitrine am Markt über historische Fotos der Kamenzer und aktuelle von ihm – z.B. vom jüngsten Forstfest – mit den Leuten ins Gespräch kommen. Katharina Forster hat mehrere prall gefüllte Säcke mit RecyclingMaterial vor sich, die zu Objekten im Kunstkiosk werden sollen. Und Harald Hoppe hofft auf möglichst viel Gegenständliches, das Kamenzer für Kunst halten („Das ist die einzige Bedingung.“) und das in der Kunsthalle am Klostertor gezeigt werden sollte. Vorübergehend, versteht sich.

Dass Wahrnehmung vor allem mit Begegnung verbunden ist, zeigte sich am Sonntagnachmittag dann auf der Trödelmeile, an den offenen Denkmalen der Stadt oder beim Frühlingsfest mit geöffneten Geschäften. Trotz Badewetters waren Hunderte in Kamenz unterwegs. OB Roland Dantz: „Ein toller Tag! Ein großes Dankeschön gebührt allen, die ihn organisiert haben.“ Auch der Ewag-Stand auf dem Markt sei sehr gut angebunden, und mit Blick auf die Obere Bautzner Straße fühlte sich der OB sogar an das Flair des Tages der Sachsen 2011 erinnert. Warum nicht?