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Kamenz: Neue Azubis bei den Maltesern

Neun künftige Pflegefachleute starten in ihre praktische Ausbildung. Nicht nur ihre Berufsbezeichnung hat sich geändert.

Neun Azubis starten im Kamenzer Krankenhaus in die Ausbildung. Begleitet werden sie von den Krankenschwestern und Praxisanleiterinnen Cindy Höppner (l.) und Sabine Paschke (r.).
Neun Azubis starten im Kamenzer Krankenhaus in die Ausbildung. Begleitet werden sie von den Krankenschwestern und Praxisanleiterinnen Cindy Höppner (l.) und Sabine Paschke (r.). © privat

Kamenz. Nach fünf Wochen Theorie an der Medizinischen Berufsfachschule des Städtischen Klinikums Dresden geht es für die neun neuen Azubis des Kamenzer Malteser Krankenhauses nun erstmals in die Praxis. Im September haben sie mit der Pflegeausbildung begonnen. In den kommenden sieben Wochen absolvieren sie den ersten Praxiseinsatz.

Ihre praktischen Erfahrungen werden die Azubis in den medizinischen Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe und Intensivmedizin des Malteser Krankenhauses St. Johannes sammeln. Außerdem stehen externe Einsätze in benachbarten Einrichtungen auf dem Ausbildungsplan. Am Malteser Krankenhaus lernen weitere 16 Schüler im zweiten und dritten Lehrjahr die Gesundheits- und Krankenpflege, darunter sind zwei Hebammenschülerinnen.

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Lena, Colin und Michelle zum Beispiel kamen bereits mit Vorkenntnissen in die Ausbildung. „Ich arbeite gern mit Menschen“, sagt Lena. „Viele Patienten wollen gern reden, erzählen, was sie bedrückt, und sind froh, wenn jemand zuhört“, erzählt sie von ihren Erfahrungen im Patiententransport.

Absolventen stehen viele Wege offen

Ein Praktikum hat Colin gezeigt, dass „der Beruf des Pflegefachmanns wirklich was für mich ist“, sagt er. Michelle hat ihr Abitur in der Fachrichtung Gesundheit und Sozialwesen absolviert. Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres konnte sie bereits Erfahrungen auf der Entbindungsstation des St. Johannes-Krankenhauses sammeln. Sie schätzt die familiäre Atmosphäre auf der Station und fühle sich schon jetzt im Team anerkannt. „Wir lernen die Paare bei der Aufnahme kennen, begleiten sie vor und während der Geburt und können sie auch mit einem guten Gefühl nach Hause schicken“, sagt Michelle.

Mit diesem Schuljahr startete die neu konzipierte, übergreifende Pflegeausbildung. Die späteren Pflegefachfrauen und -männer können künftig Menschen aller Altersbereiche und in allen Versorgungsstufen pflegen. Sie können im Krankenhaus, bei ambulanten Diensten, auch in Reha-Kliniken oder Pflegeheimen und  Hospizen arbeiten. Eine weiterer Vorteil ist aus Sicht der Kamenzer Klinik, dass Praxis und Theorie sehr eng beieinander liegen. Für die Azubis verbessern sich die Perspektiven gegenüber der früheren Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege. (sh/SZ/ha)

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