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Batterie-Zug auf Testfahrt nach Königsbrück

Der Verkehrsverbund Oberelbe sucht für seine Züge Alternativen zum Dieselantrieb. Eine Möglichkeit wären Elektrobatterien. Aber da gibt es ein Problem.

Äußerlich sieht dieser Triebwagen auf dem Dresdner Hauptbahnhof aus wie ein ganz gewöhnlicher Zug. Doch er bezieht seine Energie nicht aus Diesel, sondern aus einer Elektrobatterie - und damit rollte er jetzt testweise nach Königsbrück.
Äußerlich sieht dieser Triebwagen auf dem Dresdner Hauptbahnhof aus wie ein ganz gewöhnlicher Zug. Doch er bezieht seine Energie nicht aus Diesel, sondern aus einer Elektrobatterie - und damit rollte er jetzt testweise nach Königsbrück. © dpa-Zentralbild

Dresden. Woher nehmen die Züge von morgen ihre Energie? Dieser Frage stellen sich auch die Verkehrsverbünde Oberelbe (VVO) und Oberlausitz-Niederschlesien (Zvon). Im Moment fahren im gesamten Netz des Zvon Dieseltriebwagen, im VVO-Gebiet rollt lediglich die S-Bahn unter Strom.

Der Zvon hofft auf die Elektrifizierung der Bahnstrecken zwischen Dresden und Görlitz sowie Zittau. Bahnstrom für diese beiden Strecken steht im Gesetz, mit dem der Bund die Entwicklung in den Kohlerevieren und ihrem Umland fördern will. Auch die Nebenstrecke zwischen Radeberg und Kamenz weiter bis ins südbrandenburgische Hosena soll elektrifiziert werden.

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Kein Strom soll jedoch über der Bahnstrecke zwischen Dresden und Königsbrück fließen. Hier kommen laut VVO Züge mit Wasserstoff- oder Batteriebetrieb infrage. So rollte jetzt ein batteriegetriebener Zug testweise auf dieser Strecke. 

„Wir bereiten mit Machbarkeitsstudien und Technologievergleichen eine Systementscheidung für unsere Regionalstrecken für die Zeit nach 2031 vor, begründete VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen die Testfahrten. „Damit für den Aufbau der nötigen Infrastruktur, egal ob für Wasserstoff- oder Batteriezüge, ausreichend Zeit bleibt, wollen wir bis Ende 2021 eine Entscheidung treffen.“

Dresden-Königsbrück soll S-Bahn-Strecke werden

Unterstützung erhält der VVO dabei von Experten der Technischen Universitäten Dresden und Berlin. Doch so einfach ist das alles nicht. Damit die Dieseltriebwagen durch Elektrozüge abgelöst werden können, müssten Ladestationen an den Endpunkten gebaut werden.

Der Verkehrsverbund, die Deutsche Bahn AG als Streckeneigentümerin und die anliegenden Kommunen wollen die Verbindung Dresden-Königsbrück zu einer unelektrifizierten S-Bahn aufwerten. Bis 2025 sollen mehr als 30 Millionen Euro in die Beschleunigung der Strecke und den Bau barrierefreier Stationen fließen. (SZ/fa, tbe)

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