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Elstra: Kitagebühren steigen leicht

Die Stadt hat jetzt neue Gebühren für die Kinderbetreuung beschlossen. Für die Eltern gibt es kaum Veränderungen. Der Bürgermeister erklärt, warum das so ist.

Von Heike Garten
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Der Besuch ihrer Kinder in einer Kindertagesstätte ist für viele Eltern ein erheblicher Kostenpunkt. In Elstra bleiben die Gebühren 2022 im Vergleich zu diesem Jahr fast gleich.
Der Besuch ihrer Kinder in einer Kindertagesstätte ist für viele Eltern ein erheblicher Kostenpunkt. In Elstra bleiben die Gebühren 2022 im Vergleich zu diesem Jahr fast gleich. © Symbolfoto: dpa-Zentralbild

Elstra. Die Eltern von Elstra, deren Kinder die Kita Elsternest besuchen, können aufatmen. Ab dem kommenden Jahr verändern sich die Beiträge für die Betreuung der Kinder nur minimal. Der Stadtrat wurde kürzlich über die von der Verwaltung angepasste neue Gebührenordnung informiert. Hauptaussage darin: Die Gebühren für Krippe und Kindergarten steigen leicht, die für den Besuch des Hortes bleiben gleich.

Elstras Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch) zeigt sich froh über die Entwicklung. „Es gibt so gut wie keine Erhöhung. Wir haben es geschafft, die Beiträge stabil zu halten. Und er nennt auch gleich einen Grund dafür. Der Anteil des Landes Sachsen an der Betreibung der Kitas ist im Jahr 2020 gestiegen. „Mit diesem gestiegenen Anteil konnten wir die Betriebs- und Personalkosten mit abfedern“, so der Bürgermeister.

Im Februar dieses Jahres war die Vorfreude bei den damaligen Vorschülern Luke, Jonas, Nils, Joel sowie Erzieherin Antja Kühne groß, dass die Fassade der Kita Elsternest in Elstra saniert wird. Auch damit können Energiekosten gespart werden.
Im Februar dieses Jahres war die Vorfreude bei den damaligen Vorschülern Luke, Jonas, Nils, Joel sowie Erzieherin Antja Kühne groß, dass die Fassade der Kita Elsternest in Elstra saniert wird. Auch damit können Energiekosten gespart werden. © Archivfoto: Matthias Schumann

Fakt ist, dass in den vergangenen Jahren die Personalkosten erheblich gestiegen sind. Das hängt mit den Tarifabschlüssen im öffentlichen Dienst zusammen. Ebenfalls erhöht haben sich die Betriebskosten, zum Beispiel für gestiegene Preise bei Energie. Bei der Berechnung der Gebühren für einen Kita-Platz sind prozentuale Anteile für die Kommunen und für die Eltern festgelegt. Durch den erhöhten Landeszuschuss konnte Elstra die beiden anderen Kostenteile – also Eltern und Kommune – ausgleichen. „An dieser Stelle muss man dem Land auch mal danke sagen“, so Bürgermeister Frank Wachholz.

Ab kommendem Jahr zahlen Eltern von Krippenkindern bei einer Neun-Stunden-Betreuung 222 Euro. In diesem Jahr sind es 221 Euro. Beim Besuch des Kindergartens steigt der Beitrag von 109 Euro auf 110 Euro. Im Hort bleibt der Beitrag bei einer Sechs-Stunden-Betreuung wie in diesem Jahr bei 59 Euro. „Damit liegen wir im Mittelfeld im Vergleich zu anderen Kommunen in der Region“, so der Bürgermeister.

In anderen Städten etwas höhere Gebühren

In Kamenz zum Beispiel kostet ab nächstem Jahr ein Krippenplatz für neun Stunden 265,10 Euro, in Pulsnitz 271 Euro, in Bautzen liegt der Beitrag derzeit bei 241,57 Euro. Elstra liegt damit bei den Beiträgen unter den genannten Orten. Ähnlich fällt der Vergleich bei der neunstündigen Betreuung im Kindergarten aus. In Bautzen werden 141,57 fällig, in Pulsnitz 138 Euro und in Kamenz 144,90 Euro. Auch hier zahlen die Elstraer weniger, ebenso im Hort, wo in Bautzen 88,06 Euro, in Kamenz 78,20 Euro und in Pulsnitz 80 Euro fällig werden. Natürlich gibt es in den meisten Gemeinden noch Staffelungen für das zweite, dritte oder weitere Kind beziehungsweise andere Beiträge für Alleinstehende. Am Gesamtbild ändert dies allerdings nichts.

Wie sich die Entwicklung der Elternbeiträge in den nächsten Jahren weiter gestaltet, kann auch der Elstraer Bürgermeister nicht sagen. Fakt ist, dass die Energiepreise derzeit enorm steigen, was sich künftig in den Betriebskosten für die Einrichtungen niederschlagen wird. „Wir müssen jedes Jahr aufs Neue rechnen und sehen, welche Kosten und parallel dazu welche Zuschüsse anfallen. Leichter wird es weder für die Kommunen noch für die Eltern", so Frank Wachholz.

Derzeit werden in der Kindertagesstätte Elsternest in Elstra etwa 250 Mädchen und Jungen in zwei Häusern betreut. Es gibt vier Krippen- und vier Kindergartengruppen, zwei Vorschulgruppen und vier Hortgruppen – außerdem zehn Integrationsplätze.