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Elstra erschließt neues Wohngebiet

Am Hainmühlenweg können demnächst Eigenheime entstehen. Die Käufer der Grundstücke bekommen zum Bauland noch eine Zugabe.

Elstras Bauamtsleiterin Helen Mc Tiernan zeigt den Plan für das neue Baugebiet. Inzwischen hat die Erschließung begonnen.
Elstras Bauamtsleiterin Helen Mc Tiernan zeigt den Plan für das neue Baugebiet. Inzwischen hat die Erschließung begonnen. © René Plaul

Elstra. Bauflächen auf dem Land sind begehrt. Das bekommt auch die Stadt Elstra zu spüren und reagiert. Derzeit wird ein neues Wohngebiet im Bereich des ehemaligen Elstraer Bahnhofs erschlossen. "Der Bedarf ist da", erklärt Elstras Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch). Am Hainmühlenweg sind momentan Bauleute damit beschäftigt, das Gebiet für künftige Bauherren vorzubereiten. 

Bereits vor fünf Jahren hatte die Stadt beschlossen, die Planungen für das Wohngebiet im Nordosten der Stadt in der Nähe des Seniorenzentrums und der Töpferei Holland zu intensivieren.  Schon damals gab es die ersten Vermessungsarbeiten. "Die Fläche am Rand der Stadt bietet sich an", so der Bürgermeister. Die künftigen Eigentümer erhalten Bauland und dazu noch Gartenland. Neue Straßen zum Wohngebiet müssen nicht gebaut werden. Die Zufahrt erfolgt direkt über den Hainmühlenweg. 

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Fläche bietet Platz für sieben Häuser

Sieben Ein- oder Mehrfamilienhäuser sind in dem neuen Wohngebiet am Hainmühlenweg geplant. Die Baugrundstücke haben Fächen zwischen 800 und 1.000 Quadratmetern. Doch die Eigentümer können sich auf noch mehr freuen. Zu den Grundstücken gehört Gartenland in einer Größe von 400 bis 600 Quadratmeter. "Das ist je nach Grundstück ganz verschieden", erklärt Frank Wachholz. Das Bauland kostet 40 Euro pro Quadratmeter plus die Erschließungskosten; für das Gartenland verlangt die Stadt nur einen symbolischen Euro pro Quadratmeter - ein gutes Angebot für die Bauwilligen.

Derzeit werden im Rahmen der Erschließung des neuen Wohngebietes am Hainmühlenweg in Elstra Wege und Straßen hergerichtet.
Derzeit werden im Rahmen der Erschließung des neuen Wohngebietes am Hainmühlenweg in Elstra Wege und Straßen hergerichtet. © Matthias Schumann

Das Land für das Baugebiet gehört der Stadt Elstra. Sie ist es auch, die die Erschließung vorfinanziert, die Planung in Auftrag gibt und über Firmen umsetzt. "Die Erschließungskosten werden nach Abschluss der Baumaßnahmen dann anteilig auf die Grundstückseigentümer umgelegt, so der Bürgermeister. Von den sieben Grundstücken sind  sechs bereits verkauft. Für das letzte gibt es einen Vorvertrag. Die neuen Bauherren kommen nicht aus Elstra selbst, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet, weiß Frank Wachholz. Er freut sich, dass die Stadt dann wieder Zuzug und somit weitere Einwohner bekommt.

Geht alles nach Plan, könnte die Erschließung des neuen Wohngebietes noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Frühestens 2021 sind dann die neuen Bauherren dran, ihre Eigenheime zu errichten. Zwei Bauanträge dafür liegen der Stadtverwaltung schon vor. 

Charakteristik der Orte soll erhalten bleiben

Doch wie geht es weiter mit dem Bauen in Elstra? Sind weitere Wohngebiete geplant, um der steigendenden Nachfrage entgegenzukommen? Neue Baugebiete auf der grünen Fläche wird es so in Elstra eher nicht geben, sagt der Bürgermeister. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die fast zweijährige Arbeit des Stadtentwicklungsausschusses, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung des Ortes mit seinen zwölf umliegenden Ortsteilen hinsichtlich Wohnbebauung, Gewerbeansiedlung und Tourismus komplett auf den Prüfstand zu stellen. Dieser Prozess soll nach einer Bürgerbeteiligung mit der Erstellung eines Flächennutzungsplanes abgeschlossen werden.

Für die nächsten 15 bis 20 Jahre hätte dann die Stadt Elstra eine Basis, um unter anderem auch weitere Wohnbaustandorte festlegen zu können. "Das oberste Credo dabei ist es, die Charakteristik der Orte zu belassen", so Frank Wachholz. Das heißt, dass die Orte nicht durch viele neue Gebiete erweitert werden sollen, sondern dass man auf die Verdichtung der vorhandenen Siedlungskerne achtet. 

Weitere Wohngrundstücke in Prietitz geplant

Ein Beispiel dafür ist der Mammutgarten in Prietitz. Die Firma Kohout gestaltet diesen auf einer etwa sieben Hektar großen Fläche an der Kamenzer Straße. Fünf Hektar davon waren ehemaliges Bebauungsplangebiet der Stadt Elstra - aber außerhalb der Ortslage Prietitz. Im Gegenzug zum Verkauf dieser Fläche konnte die Stadt Elstra vor etwa vier Jahren eine andere Fläche (Standort von Gewächshäusern unterhalb der Kirche, etwa 6.000 Quadratmeter) unmittelbar im Ortskern des Ortsteiles Prietitz erwerben. Nur für dieses Gebiet plant Elstra sechs weitere Wohngrundstücke.

Als nächstes größeres Wohngebiet steht das Gelände des ehemaligen Rauschwitzer Bahnhofs kurz vor der Erschließung. Hier sollen im nächsten Jahr die Bagger rollen. Für etwa 250.000 Euro werden im Straßenrandbereich alle erforderlichen Medien verlegt. Schon jetzt haben Interessenten die Möglichkeit, die Baugrundstücke über die Stadtverwaltung Elstra zu erwerben.

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