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Laußnitz: Das hat sich mit dem Ausbau der B 97 verbessert

Fast anderthalb Jahre wurde an der Bundestraße in Laußnitz gearbeitet. Jetzt ist alles fertig - und auch für den Ort selbst einiges Neue entstanden.

Von Heike Garten
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Der Bau der B 97 in Laußnitz ist beendet. Der stellvertretende Bürgermeister René Georgi (l.) und Bürgermeister Joachim Driesnack freuen sich auch über den neuen Parkplatz mit der Ladesäule für E-Autos.
Der Bau der B 97 in Laußnitz ist beendet. Der stellvertretende Bürgermeister René Georgi (l.) und Bürgermeister Joachim Driesnack freuen sich auch über den neuen Parkplatz mit der Ladesäule für E-Autos. © Anne Hasselbach

Laußnitz. Es ist vergleichsweise ruhig an diesem Mittwochmorgen an der B 97 in Laußnitz. Zwar rollen Laster und Autos in regelmäßigen Abständen die Bundesstraße entlang, aber es sind wesentlich weniger als an anderen Tagen. Grund sind die Ferien, in denen immer ein geringeres Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist.

„In Schulzeiten ist hier wesentlich mehr los, dann reihen sich Autos an Autos. Wir sind froh, dass der Bau der Bundesstraße beendet ist“, sagt Bürgermeister Joachim Driesnack (Freie Wähler). Die Bedingungen für die Autofahrer aber auch für die Bewohner des Ortes haben sich wesentlich verbessert.

Das liegt zum einen am Ausbau der Bundesstraße, aber auch an zahlreichen Nebenanlagen, die im Zuge der Baumaßnahmen erneuert wurden oder ganz neu entstanden sind. Besonders ins Auge fällt der Parkplatz an der Kreuzung zur Schulstraße, direkt neben der Bahnstation und der Gaststätte Laußnitzer Hof. Wo bisher mehr schlecht als recht die Autos auf einem unbefestigten Platz standen, befindet sich jetzt ein befestigter Parkplatz mit markierten Flächen. Insgesamt gibt es jetzt 14 Stellflächen für Autos und einen Behindertenparkplatz.

„Besonders froh sind wir, dass das Unternehmen Sachsenenergie eine Ladesäule für E-Autos aufgestellt und auch die Kosten übernommen hat“, so René Georgi, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde. Vor der Säule befinden sich zwei Extra-Stellplätze für E-Autos.

Besserer Schutz bei Starkregen

Froh ist die Gemeinde auch über das neue Rückhaltebecken am Ortseingang. „Das ist eine Investition in die Zukunft“, sagt René Georgi. Das Becken wurde angelegt, um bei starkem Regen Wasser aufzufangen, das sich vor allem im Oberdorf und im Bereich der Bundesstraße angesammelt hat. Bisher gibt es in diesem Bereich keine Straßenentwässerung. Sollte dies einmal in Angriff genommen werden, gibt es dann gleich eine Möglichkeit, das Wasser einzuleiten. Eine Leitung unter den Bahnschienen wurde bereits vor etwa drei Jahren verlegt.

„Im Zuge der Baumaßnahmen an der B 98 wurden alle Medienleitungen für Schmutzwasser, Regenwasser und Trinkwasser erneuert“, so Franz Grossmann, Pressesprecher im Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Erneuert wurden auch die Fußwege entlang der Bundesstraße. Der Abschnitt von Königsbrück kommend ab dem Abzweig zur B 98 bis hin zur Gaststätte wurde von ehemals 80 Zentimetern auf 2,10 Meter verbreitert. Auch der Fußweg vom Laußnitzer Hof bis zum Dorfmittelplatz wurde saniert. Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung entlang der Bundesstraße stand ebenfalls mit auf der Agenda. Außerdem bekam die Gemeinde zwei neue Hydranten, um die Löschwassersituation im Ort zu verbessern.

Einen straßenbegleitenden Radweg gibt es jetzt direkt auf der B 97 in Laußnitz.
Einen straßenbegleitenden Radweg gibt es jetzt direkt auf der B 97 in Laußnitz. © Anne Hasselbach

Auch für Radfahrer gibt es jetzt eine Verbesserung. Direkt auf der B 97 entstand ein straßenbegleitender Radweg, der als solcher auf der Straße markiert ist. Am Ortsausgang in Richtung Königsbrück können die Radfahrer dann direkt auf den bereits vorhandenen Radweg wechseln.

Als positiv erwies sich, dass das Lasuv, die Gemeinde, der Abwasserzweckverband und das Landratsamt gemeinsam an den Baumaßnahmen mitgewirkt haben. „So konnten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden“, zeigt sich der stellvertretende Bürgermeister René Georgi zufrieden.

Vier Partner in einem Boot

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme B 97 in Laußnitz belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Rund 1,3 Millionen davon werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Die Gemeinde Laußnitz ist mit rund 800.000 Euro beteiligt, alles aus eigenen Mitteln. Auf den Abwasserzweckverband Königsbrück entfallen rund 250.000 Euro, die Ewag Kamenz ist mit rund 145.000 Euro dabei.

Jetzt ist also alles geschafft. Der Laußnitzer Bürgermeister möchte sich auch im Namen des Gemeinderates und der Verwaltung vor allem bei den Anwohnern bedanken, die in den anderthalb Jahren mit erheblichen Einschränkungen zu leben hatten. Auch die Bewohner der Umleitungsstrecke könnten ein Lied von den Problemen singen. Doch das ist Geschichte, und die Bedingungen haben sich für alle Beteiligten verbessert.