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Naußlitz: Neue Attraktion auf dem Spielplatz

Dorfgemeinschaft wird in dem kleinen Ort bei Ralbitz-Rosenthal groß geschrieben. Das zeigen zwei aktuelle Projekte.

Die neue Kletterspinne ergänzt den Spielplatz in Naußlitz, einem Ortsteil von Ralbitz-Rosenthal.
Die neue Kletterspinne ergänzt den Spielplatz in Naußlitz, einem Ortsteil von Ralbitz-Rosenthal. © Matthias Schumann

Ralbitz-Rosenthal. Eine ganz besondere Klettermöglichkeit - das wünschten sich die Kinder des Ralbitz-Rosenthaler Ortsteiles Naußlitz schon lange. Einen Spielplatz haben sie bereits - mit einem Klettergerüst, Rutschen, einer Wippe und jeder Menge Sand. Können wir nicht noch etwas anderes für unsere Kinder auf dem Spielplatz aufstellen? Das fragten sich viele Eltern in dem kleinen Ort. Die Idee fand auch Ortsvorsteherin Christine Domaschke gut. 

Gemeinsam überlegten die Naußlitzer Familien, was ihren Kindern denn Spaß machen könnte und was sie gleichzeitig fördert. "Ideen gab es eine ganze Menge. Am Ende haben wir uns für eine Kletterspinne entschieden", so die Ortsvorsteherin. Auf dieser können die Mädchen und Jungen ihre Koordination und Beweglichkeit üben und gleichzeitig ihren Mut unter Beweis stellen. 

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Junge Familien aus dem Ort haben mitgemacht

Offen blieb die Frage, wo der Ort das Geld für solch ein neues Gerät hernehmen sollte. "Die Gemeinde hat sich mit dem Spielplatzprojekt bei einem Wettbewerb beworben, dem sächsischen Mitmachfonds", erklärt der Bürgermeister von Ralbitz-Rosenthal, Hubertus Rietscher (CDU). Am Ende gewann der Ort 5.000 Euro.

Im Sommer konnte der Aufbau starten. "Bei uns gibt es viele junge Familien, und alle haben mitgemacht", erklärt Christine Domaschke.  In ihrer Freizeit haben sie den alten Sand entsorgt, die Fundamente für die neue Kletterspinne gesetzt, die Spinne aufgebaut und vorige Woche noch den neuen Sand auf dem Spielplatz verteilt. Die Gemeinde übernahm die Kosten für die rund 100 Tonnen Sand. Bei den Fundamenten haben Firmen der Region kostenlos geholfen. Jetzt ist alles fertig. "Es wird bestimmt ein kleines Einweihungsfest der beteiligten Familien geben", so Hubertus Rietscher.      

Am Dorfgemeinschaftshaus wird auch noch investiert

Doch das ist nicht das einzige Projekt, das die Ortsvorsteherin mit den Naußlitzer Einwohnern und dem Bürgermeister auf den Weg gebracht hat. Der Pavillon am Dorfgemeinschaftshaus des Ortes wird zu einem festen Haus umgebaut.

Im Dorfgemeinschaftshaus hatte früher der Jugendclub sein Domizil. "Später wurde es von den jungen Paaren aus Naußlitz für ihre Treffen genutzt", erklärt der Bürgermeister. Doch auch Familien mieteten sich ein, um dort Feiern und ähnliches mit bis zu 60 Personen zu veranstalten. Der Pavillon wurde dabei mit genutzt, zum Beispiel um ein Buffet aufzubauen. 

"Der Ortschaftsrat ist an mich herangetreten und hat gefragt, ob man den Pavillon nicht befestigen könne", so Rietscher. So wäre dieser das ganze Jahr über nutzbar. Außerdem soll er direkt mit dem Dorfgemeinschaftshaus verbunden werden.

Die Idee fand Bürgermeister Hubertus Rietscher gut, und so wird sie nun umgesetzt. Es kommen eine feste Verkleidung sowie Fenster und eine Tür in den sogenannten Pilz. Rund 7.500 Euro kostet die Baumaßnahme. 5.000 Euro erhält die Gemeinde über Fördermittel aus dem Leader-Fonds Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Der Bau, den eine Firma aus Panschwitz-Kuckau realisiert, hat gerade begonnen. Ende Oktober soll alles fertig sein.     

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