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Großröhrsdorf: Gurtfabrik investiert

Für über eine Million Euro entsteht eine neue Lagerhalle bei der Hebe- und Zurrtechnik. Für die Erweiterung gibt es mehrere Gründe.

Erst vor zwei Jahren erweitere die Großröhrsdorfer Hebe- und Zurrtechnik die Produktion. Nun wird die Lagerkapazität aufgestockt.
Erst vor zwei Jahren erweitere die Großröhrsdorfer Hebe- und Zurrtechnik die Produktion. Nun wird die Lagerkapazität aufgestockt. © René Plaul

Großröhrsdorf. Erst vor zwei Jahren nahm die  Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH (SHZ) in Großröhrsdorf einen Anbau in Betrieb. Damals erweiterte der Gurthersteller das Werksgebäude für 1,5 Millionen Euro. Es war die größte Investition in der Firmengeschichte. Seitdem ist das Unternehmen weiter gewachsen und beginnt jetzt die nächste Erweiterung. Für 1,2 Millionen Euro entsteht eine neue Lagerhalle am Standort in Großröhrsdorf.

Das Unternehmen ist auf die Produktion von Zurrgurten, Hebebänder und Rundschlingen spezialisiert. Damit können auch schwerste Lasten bewegt werden, wie Betonteile oder Container in Häfen – bis zu 25 Tonnen. Die Nachfrage nach solchen Gurten und Bändern sei gestiegen, heißt es aus dem Unternehmen. Wegen der kontinuierlich positiven Geschäftsentwicklung werde nun erneut gebaut. 

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Kürzere Lieferzeiten

Zwischen 2008 und 2019 konnte das Unternehmen seinen Umsatz von drei auf neun Millionen Euro steigern und damit verdreifachen. Rund sieben Millionen Meter Gurtband jährlich  verarbeiten die 65 Mitarbeiter. Auch ihre Zahl hat  in den  vergangenen fünf Jahren um zehn Beschäftigte zugelegt. „Mit der neuen Halle verdoppeln wir unsere Lagerfläche. So können wir unseren Kunden zukünftig noch besseren Service, durch deutlich kürzere Produktions- und Lieferzeiten bieten“, erklärt SHZ-Geschäftsführer Matthias Böhme.

Auf dem Areal der Hebe und Zurrtechnik in Großröhrsdorf sind die Baumaschinen angerückt. Hier entsteht eine neune Lagerhalle und Parkplätze für die Mitarbeiter.
Auf dem Areal der Hebe und Zurrtechnik in Großröhrsdorf sind die Baumaschinen angerückt. Hier entsteht eine neune Lagerhalle und Parkplätze für die Mitarbeiter. © René Plaul

Der wichtigste Effekt: Für die Produktion benötigte Materialien müssen nicht erst aus externen Lagern beschafft werden. Außerdem erhöhe SHZ die Liefersicherheit, weil Materialien für die Produktion in wesentlich größeren Mengen auf Vorrat gelagert werden können. Ein Kriterium, das in Corona-Zeiten für viele Kunden stark an Bedeutung gewonnen habe.

Um die neue Lagerhalle errichten zu können, hat die Firma ein benachbartes Grundstück gekauft. Auf dieses werden nun die Mitarbeiter-Parkplätze verlagert, damit auf der frei gewordenen Fläche die neue Lagerhalle von rund 700 Quadratmetern Fläche entstehen kann. Sie erhält eine direkte Anbindung an die Produktion. Die neue Halle bietet Platz für über 1.000 Paletten.

Gurte gehen in über 50 Länder

Mit dem Neubau werden die Arbeitsprozesse beim Ein- und Auslagern deutlich einfacher. Zudem sorge die Verdoppelung der Lagerfläche für eine bessere Übersichtlichkeit. Die Investition von 1,2 Millionen Euro in Großröhrsdorf sei ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland. Denn Made in Germany stehe für eine hohe Qualität der Produkte, sagt der Firmenchef.

Die SHZ zählt nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von Hebe- und Zurrtechnik in Deutschland. Das 2002 gegründete Familienunternehmen kann an eine lange Tradition und großes Erfahrungswissen in der Band- und Gurtweberei im Rödertal anknüpfen und  verkauft seine  Produkte in über 50 Länder weltweit. (SZ/ha)

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