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Mehr jugendliche Komatrinker im Kreis

Diese Entwicklung verläuft entgegen dem bundesweiten Trend. Die DAK startet eine Präventionskampagne.

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Symbolbild
Symbolbild © DAK-Gesundheit

Beim sogenannten Komasaufen gab es laut der Krankenkasse DAK-Gesundheit 2017 im Landkreis Görlitz mit 80 Betroffenen einen Anstieg um 31,1 Prozent. Diese Entwicklung sei entgegen dem bundesweiten Trend, denn dort sei die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wieder leicht gesunken. So kamen laut DAK in Deutschland 2017 insgesamt 21.721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

„Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Andreas Motzko von der DAK-Gesundheit in Görlitz. Unter dem Motto "Kunst gegen Komatrinken" startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit deswegen jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2019 zur Alkoholprävention im Landkreis Görlitz. Im zehnten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken." Das mache diese Präventionskampagne so besonders.

Experten fordern weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, so die Macher der Kampagne. Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch unterstützt die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren. Alle Schulen im Landkreis Görlitz sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit vierzehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. 

Zehn Jahre "bunt statt blau"

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95.000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Landkreis Görlitz. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Andreas Motzko von der DAK-Gesundheit „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“

Sonderpreis auf Instagram

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es im Jubiläumsjahr wertvollere Geld- und Sachpreise zu gewinnen als bisher. Außerdem winkt auch 2019 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann eine Polaroid-Kamera inklusive Zubehör gewinnen.

Einsendeschluss am 31. März

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2019 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es hier. (SZ)

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Symbolbild © DAK-Gesundheit

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