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Königsbrücker feiern die fünfte Jahreszeit

In Königsbrück rollten am Sonnabend mehr als 30 Faschingswagen durch die Stadt. Wir haben die Bilder.

Verstehen zu feiern: die Königsbrücker Karnevalsfans und ihre Gäste. © René Plaul

Königsbrück.  Der 38. Königsbrücker Faschingsumzug ist Geschichte. Er gehörte von der Anzahl der Bilder und der Vielfalt der Ideen her zu den gelungensten der letzten Jahre. Die Karnevalisten der ländlichen Region stemmen sich gegen den demografischen Trend mit aller Kraft, was auch von den wieder zahlreichen Zuschauern am Straßenrand mit viel Beifall honoriert wurde.

Auffällig ist, dass auch die Königsbrücker Faschingsfreunde mehr und mehr auf Prominenz setzen. So war es kein Wunder, dass im letzten Bild des Armee-Spaß-Vereins sogar der russische Präsident mit aufmarschierte. Die Augen von Wladimir Putin schauten zwar etwas puppenhaft-leer in die Landschaft, aber das wirkt mittlerweile ja beinahe schon lebensnah. „Wolodja“ ließ es sich jedenfalls nicht nehmen, mit der Casino-Kapelle aufzumarschieren.

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Bis dahin waren hinter dem Hauptwagen des Veranstalters („Der KCC in 1001 Nacht feiert Karneval, bis der Sultan erwacht“) die benachbarten Stimmungsvereine zur Höchstform aufgelaufen – aus Kamenz, Laußnitz, Lomnitz, Stenz, Höckendorf, Ottendorf, Gräfenhain, Cunnersdorf, Weißbach, Großnaundorf, Gottschdorf und Reichenbach. Die Verankerung des Königsbrücker Straßenfaschings im Lokalen ist schon etwas Besonderes. Und mancher Wagen zog dann ja am Sonntag noch nach Radeburg weiter, wo traditionell der größte Umzug im Raum Dresden stattfindet.

Natürlich gilt auch beim Straßenfasching die allgemeine Kussfreiheit. © René Plaul

KCC-Präsident Andreas Volkland jedenfalls war froh, dass der Königsbrücker Umzug weiterhin so gute Resonanz findet. „Es ist alles perfekt, das Wetter stimmt – und auch die Stimmung ist super. “ Vor allem freute er sich mit seinem Team mit Prinz Jens III. & Prinzessin Liane, Kinderprinzenpaar Luc & Juliana, dem Elferrat, den Sheriffs, der Funkengarde und den Ehrengästen, dass die Karnevalisten mit so viel Herzblut, Fantasie und Engagement den Umzug vorbereitet haben. „Mein ausdrücklicher Dank geht an alle Helfer und Unterstützer, ohne die diese Veranstaltung gar nicht möglich wäre.“ Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit der SZ war der Umzug noch im Gange. „Ich hoffe, dass er weiterhin so reibungslos und unfallfrei verläuft. Darauf ein dreifaches Tschako Hopp!“ Bis zum Ende des Tumultes ist nichts Gegenteiliges bekannt geworden.

Ganz bemerkenswert war erneut, wie schnell die Reinigungsarbeiten in der Stadt funktionierten. Sie begannen auf der Umzugsstrecke schon, als auf dem Markt noch gefeiert wurde. Natürlich soll auf diese Weise verhindert werden, dass Konfetti und größere Stimmungsutensilien bei Regen in die Kanalisation gelangen. Aber das Wetter war ja zum Glück deutlich besser, als zunächst vorausgesagt.

Ob es am Rosenmontag ebenso ist? In Wittichenau findet die bereits 313. Session mit dem größten Umzug der Region ihren Höhepunkt. Besucher der Umzüge sollten weiträumig die ausgeschilderten Parkmöglichkeiten nutzen, heißt es. Beispielsweise aus Maukendorf kommend an der Kober-Mühle und Hosker Straße einseitig; aus Kamenz kommend links am Ortseingang bei der MKH Agrarprodukte GmbH und rechtsseitig bis Tankstelle sowie den Parkplatz am Bahnhof.