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Kohlegegner hinterlassen hohen Schaden

Die Zerstörungen am Kraftwerk Schwarze Pumpe und Tagebau Welzow Süd kosten Vattenfall mehrere Hundertausend Euro. Ob das Unternehmen diese ersetzt bekommt, ist offen.

© Tim Wagner/dpa

Cottbus. Der Energiekonzern Vattenfall rechnet mit einigen hunderttausend Euro Schaden, die am Pfingstwochenende durch die Besetzung des Kraftwerks Schwarze Pumpe und des Tagebaus Welzow Süd entstanden sind. Das sagte Vattenfall-Vorstandsvorsitzender Hartmuth Zeiß am Mittwoch in Cottbus. Die exakte Schadensbilanz werde noch ermittelt und dann der Staatsanwaltschaft Cottbus übergeben. Die Gegner hätten bei ihrem Protest eine „Spur der Verwüstung“ hinterlassen. Außerdem hätten sie mehrere Vorrichtungen an den Gleisen der Kohlebahn angebracht, um eine Zugentgleisung herbeizuführen, hieß es.

Am vergangenen Wochenende hatten mehrere Tausend Menschen den Tagebau Welzow in Südbrandenburg besetzt und das Braunkohle-Kraftwerk Schwarze Pumpe blockiert. Dabei haben sie, laut Aussagen von Vattenfall, Anlagen, Feuerlöscher, Gleise und Geräte beschädigt. Es sei zwar nicht sicher, dass der Konzern von den Kohlegegnern Schadenersatz erhält. „Aber wir können es zumindest versuchen“, so Zeiß. Eine Sprecherin des Protestnetzwerks „Ende Gelände“ hatte der SZ gegenüber gesagt, sie hoffe nicht, dass es zu Schadensersatz-Forderungen kommt. Aber wenn doch, dann gebe es viele Sympathisanten der Bewegung und sicher eine große Welle der Hilfsbereitschaft.

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Die Proteste gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz haben in Brandenburg und Sachsen auch ein parlamentarisches Nachspiel. Auf Betreiben der CDU sollen sich die Landtage in Potsdam und Dresden mit den Demonstrationen befassen, bei denen es am Pfingstwochenende auch zu Ausschreitungen gekommen war. „Bei dieser aktuellen Debatte soll es auch um die Rolle der Linken und Grünen im Vorfeld und während der Besetzung des Kraftwerks „Schwarze Pumpe“ gehen“, teilten die CDU-Fraktionen beider Länderparlamente mit.

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„Wir distanzieren uns von den Landtagsabgeordneten, die sich als „parlamentarische Beobachter“ ausgegeben und aktiv an den Aktionen mitgewirkt haben“, erklärte der sächsische CDU-Politiker Frank Heidan. Eine Legitimation als parlamentarische Beobachter durch einen der Landtage habe es nie gegeben. Das Verhalten der Abgeordneten sei anmaßend. „Wir werden nicht tatenlos dabei zusehen, wie Rechtsbrecher und Ideologen die Lebensleistung der Lausitzer in den Dreck treten“, betonte Heidans Brandenburger Parteikollege Dierk Homeyer. Linke und Grüne hatten eine Mitverantwortung für die Vorgänge zuvor zurückgewiesen. (ihg, dpa)