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Kostet nichts: Oybin hat jetzt eine Ladestation für E-Räder

Am Fuße des Hausbergs haben Enso und Gemeinde gemeinsam investiert: In Radständer mit Stromanschluss.

Von Jana Ulbrich
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Oybins Bürgermeister Tobias Steiner (SPD), Tourismus-Chefin Ines Stephan, Gemeinderat Bernd Herfort und Gunnar Schneider von der Enso.
Oybins Bürgermeister Tobias Steiner (SPD), Tourismus-Chefin Ines Stephan, Gemeinderat Bernd Herfort und Gunnar Schneider von der Enso. © Foto: Rafael Sampedro

Bernd Herfort hat sich auch vom dichten Schneetreiben nicht abhalten lassen: Der Oybiner Gemeinderat ist am Mittwochvormittag gleich mit seinem Elektrofahrrad zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen E-Bike-Ladestation an den Fuß des Bergs Oybin gekommen. Hier, am Parkplatz gegenüber vom Haus des Gastes, steht Radfahrern ab sofort das neue Gemeinschaftswerk von Enso und Gemeinde zur Verfügung. Es ist das erste seiner Art in der gesamten Region, sagt Enso-Kommunalvertriebsleiter Gunnar Schneider. 

Ines Stephan, die Leiterin des Oybiner Fremdenverkehrsbetriebs, hatte im vergangenen Sommer die Idee: "Es kommen immer mehr Urlauber und Tagesgäste mit dem Rad nach Oybin", erzählt sie. "Seit es E-Bikes gibt, ist das Radeln ja auch im Gebirge nicht mehr nur etwas für Sportler." Das Problem in Oybin: Die Räder wurden bisher immer kreuz und quer abgestellt und an die Laternenmasten angeschlossen, weil es nicht viele andere Möglichkeiten gab.

Damit ist jetzt Schluss. Am Parkplatz zum Aufstieg auf die Burg stehen jetzt schicke Fahrradständer samt Ladestation für die E-Bike-Batterien. Während die Radler die Burg- und Klosteranlage besichtigen oder durch die Geschäfte bummeln, werden die Akkus kostenlos aufgeladen. Die Steckdosen befinden sich in Schließfächern, in die neben den Akkus auch gleich noch die Helme passen. Lediglich für das Öffnen der Pfandschließfächer wird ein Euro-Stück benötigt, das am Ende aber wieder herausfällt.

"Eine tolle Idee und eine Bereicherung für den Radtourismus in der Gemeinde", freut sich Oybins Bürgermeister Tobias Steiner (SPD), der selbst ein begeisterter Radler, aber (noch) kein E-Bike-Besitzer ist. Die erste E-Bike-Ladestation der Enso soll übrigens nicht die letzte sein in Oybin. "Weil auch immer mehr E-Bike-Fahrer bis hoch zur Vorburg radeln, wollen wir solche Fahrradständer mit Stromanschluss auch oben an der Wendeschleife installieren", sagt Ines Stephan. Angedacht ist auch eine Station im Ortsteil Lückendorf, durch den ein viel befahrener Radweg von und nach Tschechien führt. "Denn hier im Gebirge sind die Akkus ja auch schneller leer als auf gerader Strecke", schmunzelt die Tourismus-Chefin.