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Kannibalismus-Prozess: Lehrer soll lebenslang in Haft

Ein 42-jähriger Lehrer aus Berlin soll einen 43-Jährigen aus kannibalistischen Fantasien getötet haben. Vor dem Landgericht soll nun das Urteil fallen.

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Der 42-jährige Angeklagte (links) war Lehrer und soll einen 43-jährigen Mann in Berlin aus kannibalistischen Fantasien getötet haben. Nun soll er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft.
Der 42-jährige Angeklagte (links) war Lehrer und soll einen 43-jährigen Mann in Berlin aus kannibalistischen Fantasien getötet haben. Nun soll er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. © Paul Zinken/dpa

Berlin. Im Prozess wegen Mordes mit Kannibalismus-Verdacht hat die Berliner Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den angeklagten Lehrer gefordert. Zudem beantragte sie, die besondere Schwere der Schuld festzustellen, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausschließt.

Der 42-Jährige habe sein Opfer getötet, weil er kannibalistische Fantasien umsetzen wollte, sagte Staatsanwalt Martin Glage am Freitag vor dem Berliner Landgericht. Nach seiner Überzeugung hat der Lehrer am 6. September 2020 in seiner Wohnung in Berlin-Pankow den Sex-Partner ermordet, das Opfer zerteilt und die Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin abgelegt.

Staatsanwaltschaft sieht Mordmerkmale erfüllt

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der 43-Jährige war zunächst spurlos verschwunden. Wochen später wurden dann Knochenteile gefunden.

Die Staatsanwaltschaft sieht drei Mordmerkmale erfüllt: Die Tat sei zur Befriedigung des Geschlechtstriebes erfolgt und um eine andere Straftat zu ermöglichen. Außerdem habe der Angeklagte den 43-Jährigen Mann im September 2020 in eine Falle gelockt, als er sich mit diesem verabredete.

Zunächst war offen, ob noch am selben Tag ein Urteil gesprochen wird. (dpa)