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Landschaftliche Schönheiten

In der Kleinen Galerie im Schloss Neschwitz sind jetzt Bilder aus dem Norden zu sehen. Doch zu erleben gibt es hier noch mehr.

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© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

Neschwitz. Faszinierend real erscheinen die Bilder des Kunstmalers und Grafikers Siegfried Barz. Landschaften und Gebäude, wie sie typisch sind in norddeutschen, aber auch pommerschen Gegenden nahe der Ostsee. Zu sehen sind sie bis Ende August in der Kleinen Galerie der Kultur- und Heimatfreunde im Schloss Neschwitz.

Viele der Bilder sind geprägt vom Baustil der Orte Pommerns. Stadttore, Kirchen, typische Gebäude, zum Beispiel aus Szczecin (Stettin) oder S³awno (Schlawe). Beeindruckend aber auch die Landschaftsbilder, bei dem der Betrachter regelrecht in das Bild hineingezogen wird. So gibt es auch Motive vom Kreidefelsen auf der Insel Rügen, angelehnt an ein berühmtes Bild des Malers C. D. Friedrich. Barz, Jahrgang 1943 und in Hinterpommern geboren, musste nach dem Krieg mit der Familie seine Heimat verlassen. Seit 1998 lebt er mit seiner polnischen Frau wieder in Pommern. Damit die Besucher der Ausstellung auch zuordnen können, gibt es nicht nur die Auflistung der Bilder mit dem Verkaufspreis, sondern gleich zwei kleine Landkarten der Ostseeküste und der Orte, an denen die einzelnen Motive entstanden sind. – Doch nicht nur die dritte Ausstellung der Kultur- und Heimatfreunde ist einen Besuch wert. Wer in der Saison in den Schlosspark kommt, hat von Mittwoch bis Sonntag die Gelegenheit, das Schloss zu besichtigen. Nach Voranmeldungen gibt es die verschiedenen thematischen Führungen von externen Gästeführern auch am Montag oder Dienstag. Die ständige Ausstellung im Schloss widmet sich der Familiengeschichte derer von Vietinghoff-Riesch. Außerdem ist eine Präsentation der Grundschule Neschwitz unter dem Motto „Kleine Köpfe – große Ideen“ ansehenswert. Und wer genug gesehen hat, kann sich dann im Eiscafé ausruhen.

Allerdings sollte man nicht gerade dann ins Schloss wollen, wenn Veranstaltungen oder Trauungen stattfinden. Seit Freitag gibt es übrigens die Hochzeitstermine für das Jahr 2017. Zugenommen haben auch die Termine mit Namensweihen. Kathleen Barthen vom Tourismusbüro ist froh darüber. „Wir versuchen, den Wünschen der Eltern meist gerecht zu werden, so dass es für die Familie ein schönes Erlebnis ist“, sagt Kathleen Barthen. – Nächste Höhepunkte sind unter anderem am 23. Juli ein Konzert des Lausitzer Musiksommers, für das im Tourismusbüro auch Karten verkauft werden. Vier Sängerinnen präsentieren Arrangements aus Klassik, Weltmusik, Volkslied und Pop. Und am 3. September findet das beliebte Lichterfest mit dem Open-Air-Konzert statt.