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Lange & Söhne erweitert Standort

Die Zeit für das Projekt Zukunft läuft: Seit fast 20 Jahren fertigt die Firma A. Lange & Söhne in Glashütte Luxusuhren. Jetzt wird in eine neue Produktionsstätte investiert.

© dpa

Glashütte. Der sächsische Luxusuhrenhersteller A. Lange & Söhne erweitert seinen Standort in Glashütte um einen Neubau. Die Investitionen liegen im zweistelligen Millionenbereich, wie das zum Schweizer Konzern Richemont gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Gebäude soll im Frühjahr 2015 bezugsfertig sein. A. Lange & Söhne beschäftigt derzeit mehr als 600 Mitarbeiter und will weiteres Personal einstellen. Bilanzzahlen nennt das Unternehmen nicht. Jedes Jahr werden nur wenige tausend Uhren hergestellt. Die Preisspanne für eine Lange-Uhr liegt derzeit zwischen 15 600 und 1,92 Millionen Euro.

Nach Angaben von Firmensprecher Arnd Einhorn befinden sich derzeit 40 junge Leute in einer dreijährigen Ausbildung: „Wir brauchen Nachwuchs. Es ist schwer, gute Uhrmacher zu finden.“ Während das Gros der Belegschaft aus der Region um Glashütte und Dresden stammt, arbeiten mittlerweile auch Uhrmacher aus der Schweiz, Österreich, Finnland und den Niederlanden in dem Unternehmen. Als wichtiger Markt für Lange-Uhren gilt Asien. Aber auch in der Golfregion, in den USA, in Südamerika und Europa hat die Firma Kunden. Die Uhren werden in elf eigenen Boutiquen von Dresden über Abu Dhabi bis hin nach Tokio verkauft. Demnächst soll in München die zwölfte Filiale öffnen.

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Außerdem gibt es etwa 220 weitere Verkaufspunkte. Plagiate von Lange-Uhren sind nach Meinung von Einhorn weniger ein materielles Problem als ein Imageschaden. Wirkliche Uhrenliebhaber seien oft Sammler und Kenner mit Liebe für das Detail und kauften deshalb ohnehin nur die Originale. Das Anfang 2013 vorgestellte Modell Grand Complication gilt als komplizierteste und teuerste Armbanduhr der Welt. Sie soll in einer Auflage von nur sechs Stück entstehen. Ein Uhrmacher braucht ein ganzes Jahr für ein Exemplar. (dpa)