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Lange Wartezeiten wegen des Ampelbetriebes am Kreisel

Die Erdhügel der Kreisel am Harthaer Kreuz müssen teilweise abgetragen werden. Warum ist das notwendig?

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Von Sylvia Mende

Plötzlich und völlig unerwartet standen sie da, die Ampeln am Kreisel am Harthaer Kreuz. Der Verkehr staute sich aus Richtung Hartha kommend bis nach dem Ortsteingang. Die Gewerbeanbindungsstraße aus Richtung Waldheim wurde ebenfalls zu einem zeitweiligen Parkplatz für Autofahrer. Teilweise mussten die Kraftfahrer fast eine Stunde im Stau stehen. Keiner wusste, was los ist. Auf eine andere Umleitung auszuweichen war nicht möglich. Einige Kraftfahrer gingen davon aus, dass ein schwerer Unfall passiert sein muss, und riefen bei Gemeindewehrleiter René Greif an.

Grund für den Stau ist die Ampelanlage, die seit gestern Vormittag aufgestellt worden ist und den Verkehr von vier Seiten regelt – immer nur von einer kann der Verkehr rollen. Wer den Kreisel endlich erreicht hat, sieht, dass der Erdhügel des Kreisels teilweise abgetragen worden ist. „Bei den gegenwärtigen Arbeiten handelt es sich um die Vorbereitungen für einen Schwerlasttransport“, sagte Peter Welp von der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage des Döbelner Anzeigers. Die Ampelregelung sei erforderlich, um den Erdhügel abzutragen und später wieder aufzubauen. Diese Arbeiten würden jeweils nur zwei Tage dauern, so Welp. Bei dem Schwerlasttransport sollen 57 Meter lange Windmühlenflügel von der Autobahn kommend nach Zettlitz transportiert werden.

„Die Stadt hat weder vom Lasuv noch vom Landratsamt eine Mittelung bekommen, dass diese Ampelregelung an den Kreiseln geplant ist“, sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer.